Einspruch im Fall Edathy: Das Schweigen der Schwulen

Deutschland

Das Schweigen der Schwulen

Die Talibanisierung der Moral: Das Wegducken der LSBTIQ-Medien im Fall Edathy ist feige, verantwortungslos und flankiert einen weiteren Rechtsruck. Unterm Mantel des Kinderschutzes wird indes zur Menschenjagd geblasen.Text: Robert Niedermeier, Foto: Screenshot via Facebook

“Allein der denunziatorische Gedanke, das nur derjenige gegen Verbote von dargestellter kindlicher Nacktheit sein kann, der sich daran “aufgeilt”, ist gesamtgesellschaftlich betrachtet schlicht krank. Das nenne ich die Talibanisierung von Moral.” (Der Autor via Facebook)

Am Anfang steht das Wort: “Kinderpornographie!” Die mutwillige Behauptung des hannoverschen Staatsanwaltes Fröhlich löst eine Krise der Staatsorgane aus. Doch ist bereits das Wort „Kinderpornographie“ eine ebenso glitschige wie abwegige Bezeichnung für die fotografische Dokumentation von Kindesmissbrauch. Der „Fall Edathy“ hat im Kern mit Missbrauch und Vergewaltigung von Kindern nur die Entgleisungen der Fantasien gemein. Der mediale Hype stellt aber die moralische Verfassung einer bigotten Gesellschaft bloß. Eine Menschenjagd ohne rechtliche Grundlage ist im Gange. Sebastian Edathy wird zum Monster stilisiert und gemeint sind alle Pädos. Edathy bekam Morddrohungen, floh ins Ausland, die SPD-Genossen wollen den NSU-Aufklärer schnellstmöglich aus der Partei werfen, weiland der homophobe SPD-Rassist Sarrazin seinen neuesten Bestseller veröffentlicht.

Aufgepeitschte Hysterie: Widerspruch regt sich kaum

Der Mob tanzt den „Kinderschänder“ willentlich in Richtung rechtsextrem. Natürlich sind die Kinder zu beschützen, nur funktioniert der Schutz nicht mit kontraproduktiven  Maßnahmen. Kinderschutz dient nicht länger den Kindern, sondern jenen, die sich populistisch damit profilieren. Da ist Vorsicht geboten, wenn moralinsauer aufgetankte Politiker im Takt der aufgepeitschten Hysterie den Rechtsstaat beugen. Wie Putin in Russland, im Namen des Kinderschutzes. Von der Linken bis zur Rechten bestätigen die Partei- und Verbandsfunktionäre mit ihrem Ruf nach noch härteren Strafen und schärferen Gesetzen den Mob. Es hagelt Mutmaßungen und womögliche Verdachtsmomente, die Unschuldsvermutung wird abgeschafft. Pädophobie und Pädofeindlichkeit, der Hass auf Pädos erfasst den öffentlichen Raum und vergiftet die Debatten… Widerspruch regt sich kaum. Obwohl die Mitte der Gesellschaft im trüben Nebel der Erschütterung die vermeintliche sexuelle Veranlagung eines Menschen als boshaft kriminell dämonisiert. Rational ist das nicht, wenn ein Outing die bürgerliche Existenz eines Menschen zerstört. Es ist eine moralische Sauerei.

Alle blasen ins Law and Order-Horn, doch es gibt keine Gesetzeslücke

Selbst die Antwort der Schwulen auf die Affäre erschöpft sich in einem abstrus gellenden Schweigen. Dieselben Schwulen schwenken die Farben des Regenbogens, wenn es um Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit im fernen Russland geht. In Deutschland überlassen die lesbisch-schwulen Fachmedien dem Mainstream und den Demagogen das Spielfeld, wo Gruppen bezogene Diskriminierung aufgrund der unterstellten sexuellen Identität plötzlich wieder den Regeln entspricht. Der Hass trifft ja nur die Homopädophilen. „Es gibt nichts zu verteidigen“, schwadroniert der schwule Bürgerrechtler und Grünen-Politiker Volker Beck öffentlich auf seiner Facebook-Präsenz. Dabei werden die wenigsten Pädosexuellen zu Pädokriminellen. Differenziert wird nicht. Es gibt nicht einmal Hinweise, die  Edathy als “Kinderporno”-Konsumenten oder praktizierenden Homopädosexuellen entlarvten. Weder weiß man, ob Sebastian Edathy überhaupt pädophil ist. Der “Verfemte” bestreitet es sogar.  Ronny Pohle, schwuler Bundessprecher von “Die Linke BAG Queer” ruft ob der aktuellen Schlagzeilen dazu auf, den “internationalen Kinderpornoringen” das Handwerk zu legen. Damit bläst er unbeeindruckt der Fakten ins selbe Law and Order-Horn wie sein Leader Gregor Gysi. Der in der DDR ausgebildete Rechtsanwalt stellt einen – wohlgemerkt womöglich – pädophil veranlagten Menschen mit dem Gerade über eine strengere Verfolgung von “Kinderpornographie” auf die selbe Stufe von Vergewaltigern, die sich brutal an vierjährigen Kindern vergehen. Die Politdarsteller-Riege schäumt. Dabei gilt es zum „Fall Edathy“ nicht einmal eine Gesetzeslücke zu schließen. Es ist nämlich schlicht keine Gesetzeslücke vorhanden.

Ein Denkfehler bedarf keiner Logik: Die Kriminalisierung der Bürger

Im “Fall Edathy” geht es weder um Material, das durch sexualisierte Gewaltanwendung entstanden ist, noch wurde Missbrauch dokumentiert. Als Beweis, der im Wahn der Hatz zur Schuld umgedeuteten Unschuld, liegen den Behörden entsprechende Fotos und Videos vor. Die Logik, das dort, wo keine weiteren Gesetze nötig sind, trotzdem welche geschaffen werden müssen, damit wir Nacktfotos vom Strand, Baggersee und FKK-Camping-Platz aus der virtuellen Öffentlichkeit verbannen, mag sich mir nicht erschließen. Einen Pädosexuellen wird das nicht abhalten zum Pädokriminellen zu werden. Stattdessen kriminalisieren wir unbescholtene Bürger, erhöhen den Schamfaktor und inkriminieren Nacktheit als Anstiftung zu einer Straftat. Denselben Denkfehler begehen heterosexuelle Männer, wenn sie Frauen raten, sich züchtiger zu kleiden, um nicht einer Vergewaltigung zum Opfer zu fallen.

Pädophile totschweigen: Wohin das führt, wissen organisierte Schwule

Der organisierte Teil der Schwulen-Szene duckt sich im Getöse kleinlaut weg. Und das einzige queere Magazin, welches überhaupt ein Wort zum „Fall Edathy“ verliert, verfehlt betont sensibel das Thema.  Denn bei dem in der Berliner Siegessäule aus Opferperspektive, eindringlich emotional beschriebenen sexuellen Missbrauchsfalls von einem schutzbefohlenen 14-jährigen Jugendlichen, handelt es sich um ein Verbrechen. Die Beschaffung, der Erwerb und das legale Betrachten von Fotos oder Videos, auf denen halbnackte bis nackte männliche Personen unter 14 Jahren zu sehen sind, die weder „posen“ noch sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind, ist dagegen vom Gesetzgeber erlaubt. Sonst wäre schließlich jede Darstellung von kindlicher Nacktheit verboten. Trotz des aktuellen Anlasses  schweigen die queeren Online- und Printmedien die Pädophilen abermals tot. Angesichts von Schlagzeilen wie „Streicht Edathy die Bezüge“ ist die Sprachlosigkeit verantwortungslos und nachlässig. Auch Schwule mit pädophilen Neigungen gehören zur queeren Realität. Genauso finden Heteros die Pädos auch in ihren Reihen. Zwei Prozent aller Männer haben pädophile Neigungen, 0,75 Prozent sind ausschließlich pädosexuell veranlagt.

Die nackte Angst: Aus Feigheit vor dem Gegner schweigen

Die Distanzierung der Homos zu den Homopädophilen hat Geschichte. Es ist eine Geschichte des Verrats. Den „Perversen“ hat die Schwulenbewegung ihre ersten zarten Schritte raus aus den Klappen, hinein in die Anzug tragende Bürgerrechtsbewegung mitzuverdanken. Die bunte Truppe aus Tunten, Transen und Krawallschwestern wurde damals in den späten Sechzigerjahren von schwulen Pädosexuellen mutig unterstützt. Als der Paragraph 175 vollständig abgeschafft worden ist, haben die fortan selbstgerechten Neo-Schwulen jene schnell in Stich gelassen, die sich für die Abschaffung des Homoverbots haben stark gemacht. Weshalb sich die Schwulen von bi- und homosexuellen Padophilen rigoros abspalteten, ist durchaus nachvollziehbar. Auch, dass sie keinerlei Gemeinsamkeiten mehr erkennen möchten, leuchtet ein: Es ist die nackte Angst, die sie zur Distanz treibt. In den meisten afrikanischen Ländern wird nach wie vor kein Unterschied gemacht, ob jemand Homo- oder Pädosexuell ist, beides wird als Unzucht verfolgt und bestraft. Auch in Europa setzen gewisse Kreise unterschiedliche sexuelle Ausrichtungen zum Zwecke der Diffamierung gleich.

Homos und Pädos sind Schicksalsgenossen: Opfer der Heterokriminellen

Dennoch: Das Leugnen der Wahrheit generiert keine Tatsachen. Und zur Wahrheit gehört, dass Pädophilie keine Krankheit, sondern eine Veranlagung ist, nicht anders als bei Hetero- oder eben Homosexualität. Heterosexualität galt, anders als Pädo- und Homophilie, noch nie als Störung. Bis in den Neunzigerjahren hinein stufte die WHO Schwule als psychisch krank ein. Pädos und Homos sind diesbezüglich zumindest Schicksalsgenossen, sie teilen etwas, was Heteros nicht kennen können. Niemand käme wohl auf die Idee, verbieten zu wollen, in der Öffentlichkeit positiv über Heterosexualität zu referieren, weil heterosexuelle Männer schließlich zuhauf Frauen vergewaltigen, sich daheim und unterwegs an Kindern vergehen und ihre Eifersucht oft tödlich ist. Gibt es eigentlich das Wort Heterokriminalität? Nein, das Unheil sind aus biblischer Tradition heraus die „Sodomiten“. Und das sind alle, die nicht ins heterosexuell normierte Schema der Extremisten passen. “Von den Kindern fern halten,” wer das schreit, meint: “Alle wegsperren!”

Kein Jäger sie schießen: Selbst die Gedanken von Perversen sind frei

Ich als schwuler Bürger dieses Rechtsstaates werde mich künftig verstärkt für die Rechte von homosexuellen Pädos einsetzen, denn die gemeinsame Geschichte, die ähnlichen und kollektiven Erfahrungen der Verfolgung und Ausgrenzung, von Menschen als Mensch zum Monster erklärt worden zu sein, eint mich als Homo moralisch und politisch mit den Pädos. Und nein, es ist keine Sünde, nicht ungesund oder krank, geschweige denn ein Verbrechen, ein nacktes Kind anzusehen. Erst der Moment, wo ich mir vorstelle, dass sich jemand am Anblick eines Kindes sexuell ergötzt, lässt mich schaudern. Doch die Gedanken sind frei. Selbst die Gedankenfreiheit von “Perversen” muss ich erdulden, ja, verdammt noch mal, sogar akzeptieren, um in der Lage zu sein, meine eigene Freiheit zu verteidigen. Was ein Mann beim Betrachten eines Fotos denkt und empfindet, ist allein seine Sache, wir können und dürfen es nicht kontrollieren. “Wenn Pädophile nur Darstellungen von Kindern nutzen, die niemanden schädigen, wäre schon viel erreicht”, sagt Sexualpsychologe Christoph J. Ahlers in der Zeit. Zur Vielfalt gehören auch die Andersartigen und jenes, was uns fremd ist und persönlich sogar reflexartig abstoßen mag. Ist das Konsens? Fehlanzeige, „Keine Gnade für Kinderschänder“ und schrille Rufe nach der Todesstrafe bekommen Zuspruch auf breiter Ebene. Die Angst der Eltern, dass ihre Kinder zum Opfer werden könnten, rechtfertigt keine populistischen Attacken auf meinen mir lieb gewonnenen Rechtsstaat. Ginge es nach den Familienschützern und Rechts-Populisten, wäre auch ich, ein schwuler Mann, immer noch verboten. Auch die Frage, bis zu welchem Alter Menschen Kinder sind, darf nicht verboten sein: 21, 18, 16, 14, 12? In vielen europäischen Ländern ist Sex mit 14-Jährigen kein Tabu.

Der Wille, kein Täter zu werden, verdient Respekt und Anerkennung

Die queeren Medien? Sie schweigen – aus Feigheit vor dem Gegner. Dabei sind sie von Gesetzesverschärfungen im Medienrecht stets mit betroffen, sie schweigen, obwohl Pornografie erneut im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch gebracht und Kindesmissbrauch erneut ausschließlich den Pädophilen zugeschoben wird. Die meisten Homo- und Heteropädosexuellen Personen sind jedoch erfolgreich bemüht, kein Täter zu werden. Ob man das von den vielen heterosexuellen Eltern, die ihre eigenen Kinder missbrauchen, behaupten kann, mag ich nicht beurteilen. Der Wille, nicht kriminell zu werden, verdient jedenfalls Respekt und Anerkennung.  Kein Wort dazu hallt im queeren Blätterwald und durch die schwulen Online-Foren. Kritik an der Praxis, Antigewalt- und Missbrauchs-Prävention finanziell den Hahn abzudrehen und stattdessen Gesetze zu verschärfen, ist ebenfalls so gut wie nicht existent. Die Aufgabe den Mob im Zaum zu halten, übernehmen zum Glück sensible Redakteure der Zeit oder Süddeutschen, die gegen das Anpeitschen von Schrifterzeugnissen mit den schwarz-weiß-roten Logos kaum ankommen. Die Politiker biegen sich im Sturm der Empörung: Das gewerbliche Fotografieren von komplett und auch teils entblößter Kinder, darum geht’s nämlich im Fall Edathy, soll verboten werden. Ebenso der Handel mit Darstellungen von kindlicher Nacktheit. Eine derart abstruse Forderung, die einem durchgeknallten Taliban entsprungen scheint, hat mit “Sitte und Moral” einer rechtsstaatlich verfassten Gesellschaft nichts gemein. Es droht eine monströse Form der Verfolgung, die Laien, Künstler, Publizisten und Journalisten trifft. Die schwule Presse? Das große Schweigen!

Verunglimpfung, Vorverurteilung und Verteufelung – das gehört verboten

Es wäre zu viel verlangt, dass die queere Community, die Pädos in ihrem ellenlangen Kürzel LSBTTIQA  als „P“ mit aufnähme, als Bürger ihrer >Queer Nations< akzeptierte. Zumindest aber tut Einspruch Not in dieser gesellschaftlichen Krise. Konkret geht es mir darum, das Schwule und deren Freunde keine “Auslöschung des Pädophilen” zulassen dürfen. “Totgeschwiegen, totgeschlagen….” haben wir schließlich auch in Stein hauen lassen, um mahnend an die homosexuellen Opfer von Nazideutschland zu erinnern. Hoffe und streite dafür, dass auch Homosexuelle mit pädophilen Neigungen gemeint sind, wenn wir gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit streiten. Gerade aus schwuler Perspektive muss der Verunglimpfung, Vorverurteilung und Verteufelung von Pädophilen widersprochen werden. Genauso laut wie wir Schwule deutlich machen, dass Rechte von sexuellen Minoritäten Menschenrechte und Menschenrechte nicht verhandelbar sind. Ein Pädophiler ist ein Mensch, der Mob das Monster.

Info: Im Kommentarfeld des Videos, bitte durch die Comments klicken, legt ein User dar, dass es sich beim “Edathy-Material” nicht um die Dokumentation von Kindesmissbrauch (“Kinderpornographie”) handelt:

UPDATE, 14.04.2014, Das durch den “Fall Edathy” motivierte “Bloßstellungsgesetz ist eine Finte, es gaukelt Jugendschutz vor, doch verfolgt nur ein Ziel: #Zensur!  

Update, 24.02.2014, Sven Kaufmann (CDU), der nicht heterosexuelle Bundestagsabgeordnete aus Stuttgart meldet sich in seinem “Brief aus Berlin” moderat und sachlich zu Wort: “Mit Blick auf den Fall Edathy sollten wir zudem genau prüfen, ob der gewerbsmäßige Handel mit Nacktbildern von Kindern und Jugendlichen unter Strafe gestellt werden kann.” Der smarte liberal-konservative Rechtsanwalt wird wissen, es kann nicht zum Verbot kommen, ohne unseren Rechtsstaat zu beschädigen.

Update, 25.02.2014, die Zivil-Gesellschaft wehrt sich gegen die Talibanisierung der Moral, Medizinhistoriker Florian Mildenberger äußert sich in Cicero zur Pädophilen-Debatte und zum Schweigen  der Schwulen: “Eine der großen Errungenschaften der Säkularisierung war, dass der Begriff der Moral aus dem Diskurs herausfliegt. Dass er heute wieder zurückkommt, liegt auch daran, dass diejenigen, die diesen Begriff bekämpft haben, also die Frauen- und die Homosexuellenbewegungen in ihren Home-Ehen-Paradiesen gefangen sind. Sie glauben, sie haben alles erreicht und sagen nichts mehr dazu. ”

Update, 26.02.2014, die Kölner Schwulen-Zeitschrift Box teilt auf seiner Facebook-Seite einen “Bild“-Artikel und merkt an, dass die  Pädo-Debatte die Präventionsarbeit gegen Missbrauch gefährdet.

P.S. Mein Text sollte auf Ruhrbarone erscheinen, wurde aber abgelehnt.

Rechne sicherlich nicht mit euphorischen Zuspruch, jedoch werde ich mich persönlich in Zukunft stärker für die  Einhaltung von rechtsstaatlichen Grundsätzen einsetzen, die auf unseren Anspruch beruhen, dass Menschenrechte nicht verhandelbar sind. Das gilt auch für Schwule mit pädophilen Neigungen. Was nicht bedeutet, dass ich den sexuellen Missbrauch von Kindern als Menschenrecht wahrnehme. Sexualisierte Gewaltanwendung ist ein Verbrechen. Das Betrachten von Fotos ist aber erlaubt. “Und es bleibet dabei, die Gedanken sind frei.”

"Nichts zu verteidigen", dabei werden die wenigsten Pädosexuellen zu Pädokriminellen

“Nichts zu verteidigen”, dabei werden die wenigsten Pädosexuellen zu Pädokriminellen

Über Reiserobby

Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
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19 Kommentare zu Einspruch im Fall Edathy: Das Schweigen der Schwulen

  1. Reiserobby sagt:

    Mal vorsorglich zu Kommentaren, die mir vorwerfen, ich argumentiere wie die Homohasser, weil ich vergleiche zwischen Homos und Pädos bemühte: Es ist nicht so einfach mit der Trennung, weil es sogar zweifelsfrei Menschen gibt, die schwul und pädophil sind. Habe sogar bereits zwei von “dieser Sorte” persönlich kennen gelernt. Einer davon hat eine schwule Jugendgruppe im Ruhrgebiet geleitet. Und die Annahme, das schwule Bürgerechte nur möglich seien, wenn wir Pädos gesellschaftlich vernichten, halte ich für ekelhaft barbarisch und moralisch für eine Sauerei. Ein Rassist, ein Homofeind und selbst ein Faschist, kann seine Einstellung ändern, ein Hetero, Homo oder Pädo kann seine Veranlagung nicht ändern. Wenn sich die queere Bewegung nicht für gesellschaftliche Akzeptanz von sexuellen Minderheiten einsetzt, macht sie sich unglaubwürdig. Zumindest darf keine Gleichsetzung von Pädokriminellen und Pädophilen zugelassen werden. Dass da Mut zu gehört, ist mir klar, denn die Angst vor Verunglimpfung ist groß. Ginge es nach der “Mehrheitsgesellschaft” stünde wohl auch noch Ehebruch unter Strafe, die Frauen verzichteten aufs Wahlrecht, wir zögen ständig in den Krieg und hängten die “Sodomiten” am Marktplatz mit dem Kopf nach unten auf. Demokratie bedeutet nicht, den Mob wüten zu lassen. Und eine Radikalisierung der Moralapostel brauchen wir schon mal gar nicht. Und was der Spiegel erst heute verzapft hat, nur ums Öl ins Feuer zu gießen, Halbwahrheiten zu promoten, ist das Allerletzte. Wie gesagt: “Talibanisierung der Moral” auf den Buckel der Kinder.

  2. Wolfgang sagt:

    Es gibt schon einen kleinen Unterschied zwischen Pädosexualität und Homosexualität. Bei Pädophilie treffen unvereinbare nicht rationale Instinkte zusammen, nämlich die Sexualität und der Mutterinstinkt. Seitdem kirchliche Institute die Sexualität verteufelt und verboten haben, seitdem gibt es Pädokriminalität. Zuvor war Pädophilie ein gesellschaftlicher Bestandteil und gehörte zu einer gesunden Entwicklung der Kinder dazu, weil auch Kinder sexuelle Bedürfnisse haben, wo es ein entsprechendes Gegenstück gibt, die diese befriedigen kann. Seit dem Verbot werden häufig nach solchen Akten Kinder ermordet, weil Pädophile ihre Sexualität unterdrücken müssen, um nicht grausam und hart bestraft zu werden, da dann erst recht nicht die Sexualität ausgelebt werden kann und darf, denn durch die Bestrafung sind sie stignatisiert, so wie früher mal bei den männlichen Homosexuellen war. Irgendwann können Pädiphile diesen Druck nicht mehr standhalten und greifen sich ein Kind um ihren Trieb abzureagieren. In diesen Moment ist das rationale Denken ausgeschaltet. Nach dem Akt kommt das böse Erwachen und das Kind als Zeuge muß auf irgendeine Weise zum Schweigen gebracht werden, notfalls mit Mord. Doch der ebenfalls irrationale Mutterinstinkt hat Angst, daß dem Kind etwas zustößt und verteidigt mit allen Mitteln das Kind. Ich bin mal von einer Spinne gebissen worden, weil ich zu nah an den Kokon kam. Sie tat es ohne Vorwarnung unter Einsatz ihres Lebens! Dieser irrationale Mutterinstinkt schreit nach harter Bestrafung bis hin zur Todesstrafe, was die Situation verschärft und den Tod der Kinder bringt. Sie verleugnet auch die kindliche Sexualität und unterdrückt sie, so daß Kinder zusätzlich geschädigt werden. Interessant ist, daß weibliche Pädophilie wie auch weibliche Homosexualität in der Gesellschaft eine untergeordnete Rolle spielt und kaum verfolgt wird oder wurde. Das Gleich gilt auch für Exhibitionismus, wo auch nur das männliche Geschlecht bestraft wird. Wenn ein Mann das tut, so ist das eklig, tut dieses eine Frau, so ist das ganz angenehm und toll.

    Es ist leider heute so, daß man sich noch nicht einmal mit diesen Thema auseinandersetzen darf. Es ist ein Tabu! Derjenige, der das tut, wird als Pädophiler abgestempelt. Da Homosexuelle diese Situation kennen und wissen, was sexuelle Verfolgung bedeutet, kommt gelegentlich von der Seite ein Tabubruch, da, wenn sie schon für sexuelle Rechte kämpfen, darf nicht die Pädosexualität ausgeklammert werden. Damuß man schon konsequent sein und die wahre Natur der Sexualität aufzeigen und Aufklärung betreiben und die Lügen der kirchlichen Institutionen aus der Gesellschaft austreiben.

  3. R.S. sagt:

    Ich habe seit vielen Jahren keinen so differenzierten und anständigen Beitrag zu dieser Thematik gelesen. Chapeau!

  4. Demba Ba sagt:

    Dies ist mit Abstand der beste Artikel, den ich je zu diesem Thema gelesen habe. Respekt! Und DANKE.
    Es trifft sich ganz ausgezeichnet, dass dieser Artikel in REISErobby gepostet wird, anstatt dort ,wo er eigentlich hingehoert: In die TAZ! ( So wie frueher mal….)

    Einem Betroffenen, der nicht im ewiger ANGST und Unterdrueckung leben moechte, und dabei ohnmaechtig genau das denkt, was Sie schreiben, bleibt in diesen TAGEN der Hexenjadgt nur eins: FLIEHEN, bzw Auswandern: Damit wird er auch idealer User des Forums.
    Die Hexenjagt findet seit Anfang der Neunziger Jahre statt und findet immer groessere Scheiterhaufen…..vor allem auch gaffende Zuschauer.

    • Reiserobby sagt:

      Auf der Facebookseite von taz wurde ich gesperrt, wegen genau den Inhalten, die ich im Artikel anspreche, erst darauf hin schlug ich der Netzzeitung Ruhrbarone.de meine Artikel-Idee vor. Obwohl bestellt, wurde der Text dann doch abgelehnt. Die Begründung verschlug mir die Sprache, da ich im Text Sex mit Kindern sogar als Verbrechen bezeichne: “…ein paar der Grundannahmen zur Staatsanwaltschaft sind so nicht korrekt, aber im Kern geht es nicht darum: Für mich ist alles ok, was zwei erwachsene (Gleichaltrige) Menschen miteinander treiben – dazu haben sie ein Recht, es geht mich nix an. Das hat uns unser Englischlehrer in der 7. so erklärt und das ist richtig.
      Alles mit Kindern gehört nicht dazu – letztendlich muss eine Gesellschaft sie schützen. Auch davor als Wichsvorlage benutzt zu werden (unabhängig davon ob von Hetero- oder Homesexuellen) Ich denk mal, die Kids wussten nicht was mit ihren Fotos geschieht, die ja Handelsgut waren. Wenn Erwachsene so etwas wollen und sich fotografieren lassen, ist das ein Job wie jeder andere. Bei Kindern sieht es anders aus.
      Dann zum Verrat – das haben mir Pädos in einem Interview vor 20 Jahren auch gesagt. Fast alle Schwulen die ich kenne sagen mir allerdings, sie hätten sich an sie drangehangen und ausgenutzt. Haben sie übrigens auch schon vor 20 Jahren gesagt – lange vor dem Grünen-Skandal. Passt also aus sehr vielen Gründen nicht. Wir haben mit mehreren darüber diskutiert, wie wir das immer tun wenn es ein Problem gibt und uns einhellig entschieden, den Text nicht zu bringen.
      Ich hoffe auf Dein Verständnis,…”

  5. Dem-ba sagt:

    Dies ist ein guter Beweis dafuer, dass Meinungsfreihiet in Deutschland nicht existiert. Was dies und vieles andere betrifft, kann man die Oeffentlichkeit gerne mit einem diktatorischen System vergleichen, das keine andere Meinung und Fakten mehr zulaesst, unterdrueckt und im Extremfall liquidiert.

    Es macht in bestimmten Faellen, wie diesem Thema hier, keinen Unterschied mehr, in keinem demokratischen Staat zu leben, denn es lebt sich besser, wenn man seine Klappe halten kann….( bzw muss)

    Das Schweigen der Satten…so wuerde ich gerne einen Artikel formulieren, der sich mit der Scheinheiligkeit der Kinderschuetzer beschaeftigen wuerde und den Blick in die Armenkuechen der Welt lenkt

  6. Jan Fuchs sagt:

    Ihr Kommentar “Das Schweigen der Schwulen” spricht mir ganz überwiegend sehr aus dem Herzen, vielen Dank dafür. Und Respekt für Ihren Mut!

    Ich habe zwei Vorschläge für Artikel für Ihre journalistische Arbeit:

    1) Nach phallometrischen Studien werden 22 Prozent der Männer durch Kinder bis 13 Jahre stärker oder genauso stark sexuell erregt wie durch Erwachsene. Vermutlich wird deshalb eine dreistellige Anzahl der Bundestagsabgeordneten von älteren Kindern stark sexuell erregt, es gibt nur keiner zu.

    Details:http://xn--pdophilie-irrtmer-qqb38b.de/?page_id=615

    2) Nach einer Neuauswertung des Datensatzes der berühmten Kinsey-Studie, der die Schwulen ihre Freiheit mit zu verdanken haben, erlebten Männer, die ihren ersten Geschlechtsverkehr als 10- bis 14-jähriger Junge mit einer erwachsenen Frau hatten, diesen ersten Geschlechtsverkehr wesentlich häufiger sehr positiv (63 % sehr positive Bewertungen) als Männer, die ihren ersten Geschlechtsverkehr als erwachsener Mann mit einer erwachsenen Frau hatten (41 % sehr positive Bewertungen). Das von Klaus Michael Beier und anderen verbreiteten Bild, das kein Kind Sex mit Erwachsenen haben möchte und jedes Kind durch Sex mit Erwachsenen geschädigt wird, ist eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit. Hier tun sich Abgründe auf, wenn man sich anschaut, wie Klaus Michael Beier die Journalisten und die Öffentlichkeit systematisch belügt.

    Details:http://xn--pdophilie-irrtmer-qqb38b.de/?page_id=857

  7. egal sagt:

    ich bin beeindruckt. aber ist es hier wieder nur eine abstrakte soli oder eine konkrete?

    wir sind betroffene von der momenanen treibjagd. und müssen um unser leben fürchten. ich glaube, man will uns umbringen. aber wir haben ein politisches testament hinterlassen, das ich empfehle zum sich dort auseinander zu setzen. was wir brauchen ist eine kritik dort -EINE DISKUSSION DORT und ein watchteam für diese seiten. ich finde den schreiber hier verdammt mutig. trotzdem darf man nicht verkennen, daß es so, wie es bei den schwulen eine pädominderheit gibt, es auch noch eine andere minderheit innerhalb der pädophilen, besser der vermeintlichen pädophilen gibt.

    die süddeutsche ist gar nichts, genauso wenig wie die zeit usw. sie sind neben TAZ, focus, frankfurter, welt und spiegel die massgeblichen mitanschürer des feuers, das alles zu rauch und asche verwandelt, was man auch nur im entferntesten diesem “pädophenomen” zuordnen kann. sie lenken die diskussion direkt ins feuer. durch DESINFORMATION und ZENSUR.

    nach der laufenden vorübung der gewöhnung an die zensur wird es unter entsprechenden ökonomischen bedingungen einmal mehr zu einer bücherverbrennung kommen.. charakteristik der momentanen Pest ist, dass das”normale” Leben weiter läuft, während bestimmte selektierte personen abgetrieben werden. das was die gesellschaft mit den pädophilen macht, macht sie auch mit den kinderrechtlern. massgebliche tonangebende pädophile helfen dabei kräftig mit. ohne der verhaltenskorrekte in diesem krieg sein zu wollen, muss ich doch erwähnen, dass es einen immensen unterschied ausmacht, ob kinder und jugendliche selber sagen wollen und dürfen, mit wem und wie sie gerne zusammen leben möchten, oder ob die pädos das recht dafür für sich in anspruch nehmen ihre bedürfnisse gegenüber kids zu artikulieren. beides ist nicht automatisch das gleiche.ein pädo, der für ein kind partei ergreift, kann eventuell überleben, ein kind, das für sich partei ergreift, mit einem pädo zusammen sein zu wollen, hat kaum eine überlebenschance. die pädobewegung tut alles, um ihre eigenen macht, abhängigkeites- und auch ihre instititutionellen vorteile gegen über kindern auszuspielen und beizubehalten. für ein machtfreies zusammenleben mit kindern braucht es aber einen w a h r n e h m b a r e n echten machtverzicht, nicht das subjektive gutdünken von lust und laune der erwachsenen sozusagen eine u n a u s b e u t b a r e selbstbestimmungsgarantie für kinder und jugendliche, für die es keine gesellschaftsbedingungen gibt, auch nicht von seiten der pädos erkämpft. zB auch einen verzicht auf die mitarbeit in institutionen, an die kinder gebunden und in enen sie gefangen gehalten werden. da hilft nur eines. das umfassende kinderrecht und gleichzeitig aufgebaute strukturen, indenen die strukturen öffentlich einsichtbar sind, und die auch das auffangern all derer leisten können, die aus den bestehenden erziehungsknästen flüchten. in sachen pädohatz bin ich solidarisch auf seiten der pädos. aber die pädos sind nicht solidarisch mit den kinderrechtlern, im gegenteil. nicht solidarisch bin ich, wenn die pädos sich auf die paar überlebenden der achziger kinderrechtebewegung sowie ein paar jugendliche stürzen und sie aus ihren diskussionszusammenhängen rausmobben und schlimmeres. nur um zu verhindern, daß endlich das kinderrechtebwwussein auch in den köpfender pädophilen ein zuhause findet

    es gibt es vieles anzumerken, was ich hier nicht leisten kann aber demnächst auf unserer seite

    http://www.indianerkommune-forum.de.

    • Reiserobby sagt:

      Konkrete Soli? Die geht nicht soweit, dass ich der Meinung bin, ein 12-jähriges Kind könne entscheiden, eine sexuelle Beziehung mit einem Erwachsenen einzugehen. Den Erziehungsberechtigten sollte es auch verboten sein, das zuzulassen. Allerdings weiß ich auch noch sehr gut, das ich mit 13 beleidigt, schwer beleidigt gewesen bin, wenn man mich als Kind bezeichnet hat. Ich fand es auch eine Schweinerei nicht wählen zu dürfen. Quasi nicht als demokratische Person wahrgenommen zu werden, empfand ich als Entmündigung.
      In konkreter Solidarität mit Pädos geht es mir darum, das Schwule und alle anderen LBTTIAQ(P?) und deren Freunde keine “Auslöschung” zulassen dürfen. “Totgeschwiegen, totgeschlagen….” haben unsere “Funktionäre” schließlich auch in Stein hauen lassen, um mahnend an die homosexuellen Opfer von Nazideutschland zu erinnern. Hoffe und trete dafür ein, dass sie auch Homosexuelle mit pädophilen Neigungen meinen, wenn sie gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit streiten.

  8. egal sagt:

    Hallo,

    Wer spricht denn davon, was Sie hier als “konkret” mitschwingen lassen? Ich wollte eigentlich keine Moraldiskussion. Und daraus womöglich auch noch ein Gesetz rechtfertigen oder auch nicht.. Ich wollte nur anmerken, dass heutzutage jeder, der sich differenziert oder kritisch solidarisch auf die Seite der vom Lynchmord Bedrohten stellt, selber unweigerlich in das Bedrohungsszenario mit einbezogen wird. Daher ist die Solidarität auch gleich Null.. “Konkret” heißt für mich, durch die eigene Lebensweise unter Beweis stellen, daß man Menschen aus Situationen heraus hilft, und sich für ihre “Legalisierung” stark machen, wenn sie beide “Alternativen” nicht ertragen können- die ihnen vom Staat nur zugestanden werden: vom miseablen Elternhaus ab ins miserable Heim in zig Tausenden Fällen- das kann ja wohl nicht sein. Und dann unter solchen Zwangsbedingungen auch noch sexuell gefangen sein – völlig indiskutabel.. Aber ist das alles, wogegen man sich einsetzen kann? Es passiert ja nicht mal das. Wie oft kommt es vor, daß dann nur noch die Straße bleibt, die Flucht vor Verfolgung, der sogenannte “Selbstmord” . Oder die Endstation bei einem, na, Sie wissen schon. Auf der einen Seite wie gesagt, jammern, auf der anderen Seite aber Null bereit, weit und breit, die B e d i n g u n g e n, unter denen sowas passiert, abzuschaffen.. Und eine dieser Bedingungen ist die Entmündigung der Kids. Genau das kennzeichnent die momentanen Kampagnen. Man nimmt in Kauf, dass Kids gleich mit draufgehen, nicht zuletzt auch durch ihre Vertreibung von Menschen, bei denen sie vielleicht ihren letzten Zufluchtsort finden.-

    Um sexuelle Ausbeutung abzuschaffen, muß man auch die diversen Erziehungsgefängnisse abschaffen, in die man die Betroffenen gegen ihren Willen zwingt. Statt dessen empört man sich über die sexuelle Ausbeutung allerorten aber allein nur auf dieser Ebene, läßt aber die pädagogischen, psychologischen udn gewollten politischen Machtverhältnisse, unter denen die Ausbeutung überhaupt stattfinden kann, schön bestehen. .

    Die “konkrete” Diskussion in anderem Sinne über Recht auf Sex ab 12 Jahre war ja mal in Holland umgesetzt, da soll angeblich Vergewaltigungsrate nicht gestiegen, sondern diametral gefallen sein – das nur am Rande – Ich glaube, daß das Alter grundsätzlich kein Kriterium dafür ist, ob man einen Menschen als selbst-verantwortlich und “reif” dafür bezeichnen sollte, über seinen eigenen Körper zu bestimmen beispielsweise. Natürlich ist es ein Unding, 12-jährige heutzutage in Sachen Entscheidungsrechte wie Kleinkinder zu behandeln. Auf unserer HP wird ja auf ein solches Beispiel eingegangen, ich würde überrascht sein, wenn Sie sich dagegen wenden würden. Ob und was die beiden nun untereinander an Beziehungen laufen hatten, kann und möchte ich nicht beurteilen
    hier:
    “Einer unserer besten Freunde ist schwul. Der hat uns erzählt, daß er bereits mit 12 Kontakt zu älteren Männern gesucht und auch gefunden hat. Das war in den 80ern. Wir kennen die beiden. Deren Freundschaft hält bis heute. Er versteckte ihn damals vorm Heim, er verhindert jetzt seine Heimeinweisung und pflegt ihn heute. Das hat uns zu Denken gegeben- ”

    Mir gibt das auch zu denken. Was meinen sie wohl, was diese Menschen durch haben, um zusammen bleiben zu können? Lassen wir sie selber zu Wort kommen und hören auf mit diesen ewigen Besserwissereien, was denn das beste für sie sei . Dann wäre schon viel geschafft: Aber das ist nicht so einfach wie es sich anhört. Hier muss man KONKRET den Mut haben, die Betroffenen zu ermutigen.Und das bedeutet, KONKRET, sie ernst nehmen und sie beschützen, wenn sie aufgrund ihrer öffentlichen und politischen Form von Selbstdarstellung angegriffen und in unsägliche Schicksale getrieben werden

    MfG
    egal

  9. Dem-ba sagt:

    Geht nicht soweit, dass….

    dass TABU beschrieben werden darf! Niemals!

    Obwohl es recht differenzierte und Hoffnung schoepfende Artikel, auch von nicht Betroffenen gibt, so wird am Ende dennoch IMMER darauf hingewiesen, dass das “eigentliche Thema” nicht sein darf. So kann und wird es also auch keine Aenderung geben.
    Dafuer sorgt schon der mainstream.

    Und wie immer werden schwul-Junge, hetero Junge und Maedchen (auch hier) gleichgestellt… Und pubertaere Jungs sind gleichgestellt mit vorpubertaeren, obwohl es allein hormonell schon einen sichtbaren Unterschied gibt. Fruehreife Lolitas werden gleichgestellt mit Kindergartenmaedchen usw.

    Abhandlungen darueber werde meist verkopft analisiert und erreichen niemals den Stammtisch”Killer”, der alle gemeinsam aufhaengen will und dies eines Tages auch tut. Dabei sind es vorrangig nicht Maenner, die die Hexenjagt angefangen haben, sondern FRAUEN, die aus der Emanzipationsecke heraus kreischen.
    Es besteht jedoch ein von Natur aus vehementer Unterschied der Knabenliebe, um die es hier geht, zu heteropaed. Beziehungen. Wie soll man dort je auf einen gemeinsamen Nenner kommen??
    Als Vorlage dient dazu wohl die gemeinsame Behandlung von Lesben und Schwulen. Aber auch da war und ist es ja immer noch irgendwie n bisschen anderes, und richtig funktioniert hat das auch nicht.

    Sehr mutig, und zugleich selbstmoerderisch handeln dagegen Aktivisten, die noch immer fuer eine Abschaffung des 182 eintreten ( kaempfen tut dafuer niemand) :

    Gewaltfreie und einvernehmliche Kontakte zwischen Menschen sind nicht Sache des Staates.
    Dies ist jedoch der verzweifelt gesuchte gemeinsame Nenner!

    Unmoeglich….(!!!???) und wer dies fordert, sollte gleich aus allen Aemtern und aus der Gesellschaft zuruecktreten.
    Aber es waere moeglich aus dem EXIL heraus, so wie auslaendische geschasste Oppositionspolitiker, Systemverfolgte und andere das in ihren ureigenen und anderen Anliegen auch tun. Oft in jahrelanger Vorbereitung.

    Dies waere die Aufgabe eines EDATHY! Nicht eine feige Flucht vor der Oeffentlichkeit sonderen eine sondiertes und intelligentes Kaempfen fuer seine eigene ( und einige zig Tausend seiner Mitmenschen)Sache, und nicht die der NSU..
    .Ein Mann seines Standes haette wissen muessen, dass die Zeiten sich geaendert haben. Wenn einmal kein Plagiatsvorwurf greifbar ist, dann werden halt andere Sachen aus dem Naehkaestchen geplaudert.
    Im Gegensatz zu den unzaehligen anonymen und unbekannten Opfern der Hexenjagt, waere ein sympatischer, politsche hoechst erfolgreicher und wohlhabender Mann wie EDATHY sicher ein besserer Kandidat fuer die Paedoemazipation als ein Figur wie D. G.

  10. Reiserobby sagt:

    Apropos “Auslöschung:” “Das Gymnasium Adolfinum in Bückeburg teilte Edathy unterdessen mit, er sei als Schulpate nicht mehr erwünscht. Schulleiter Michael Pavel erklärte, er habe dem Politiker mitgeteilt, dass er mit seinem Handeln die Würde von Kindern und Jugendlichen verletzt habe. Edathy sei zuletzt im Januar in der Schule gewesen und habe dort im Politikunterricht mit Schülern diskutiert. Auch zuvor sei er oft im Gymnasium gewesen, habe das Projekt “Schule ohne Rassismus” unterstützt und Jugendliche in den Bundestag nach Berlin eingeladen, sagte der Schulleiter. Bückeburg liegt in Edathys ehemaligem Wahlkreis Nienburg/Schaumburg.” http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/4335094/spd-leitet-ausschlussverfahren-gegen-sebastian-edathy-ein.html

  11. Matthias sagt:

    Also ich hätt mich in meiner Jugend im alten Griechenland mit Freuden so einem bärtigen Sokrates zugewandt. 😉
    Auf jeden Fall ist doch das eigentliche Problem, dass da Ermittlungen am schwarzen Brett ausgeführt wurden. Die Hexenjagd ist in der Tat lächerlich…

  12. egal sagt:

    die hexenjagd ist nicht “lächerlich”, sondern sie ist einem system zuzuordnen, aus dem dieses land herkommt und für das dieser satz aktuelle gültigkeit implizierte und zukünftig auch implizieren wird: “wer schweigt macht sich nicht nur mitschuldig, sondern arbeitet äusserst engagiert auch daran mit”

    http://www.indianerkommune-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?f=72&t=92&p=159&hilit=nigeria#p159

  13. Unabhängiges Forschungszentrum Schwule Kinder & Jugendliche sagt:

    Bin selber schwul und obwohl voll beschäftigt mit mein Kommentar an Prof. Walter in Gottingen, nehme ich doch die Zeit hier mal zu reagieren.
    Erstmal soll festgestellt werden das die Azov-Filme kein Pornografie sind, aber eher unter Erotica fallen, abenso wie Posing-fotos auch. Hier haben wir um mit der Historiker Philip Jenkins zu sprechen deutlich zu tun mit “Moral Panic”. Philip Jenkins: Moral Panic: Changing Concept of the Child Molester in Modern America. Yale University Press, 1998.
    Wie der Gesetzgeber nun weiter machen will und welche folgen das haben soll, is mir wirklich ein rätsel, sicher wenn mann das Interview mit Prof. Florian Mildenberger in der Cicero beachtet (http://www.cicero.de/salon/paedophilie-debatte-der-gesellschaft-herrscht-ein-jugendkult/57096) wo er u.a. sagt, Zitat: “Ja, besonders unter Kindern und Jugendlichen wird es immer beliebter, ihre Körper freiwillig zu präsentieren”. Zeit etwa 2009 ist ebenso een explosives Wachstum von Webcams & Chatkontakten zu sehen was vermutlich damit zusammenhängt das Jungen auf diese Weg versuchen ihr Bedürfnis nach körperliche Intimität aus zu gleichen wegen der immer restriktivere Gesetzgebung. Ich möge hierzu verweisen nach folgende Artikel: “The Role of Androphilia in the Psychosexual Development of Boys” von David L. Riegel in International Journal of Sexual Health, März 2011.
    Was “Mißbrauch” betrifft: Von der Schwule Kinder & Jugendlichen von 12 Jahre und junger haben 27% Intergenerationelle Beziehungen/Kontakten, von 13-16 Jährigen 33% und von 17-20 Jährige 31%.
    Mal sehen was der wirklichkeitsferne Gesetzgeber da alles von brauen geht.

  14. Pingback: Week 19, 2014 | Karl Andersson

  15. Auweia sagt:

    Auweia, was ich hier lese stimmt mich bedenklich. Es tut mir echt sehr Leid, wenn jemand ein Leben mit einer solchen Neigung leben muss. Denn in unserer Zeit und unserem Land bedeutet das ein Leben ohne Ausleben in legalem Rahmen. Aber macht Euch doch bitte nicht vor, dass das in der Antike normal gewesen sei und es doch auch ganz bestimmt schon kindliche sexuelle Wünsche gäbe. Das ist doch – sorry – bullshit. Weder ich noch die engen Freunde, mit denen ich mich über solche Themen unterhalten habe, hatten jemals in Ihrer Kindheit solche Wünsche. Wann dann die Pubertät und hormonelle Veränderungen anfangen ist ja sehr unterschiedlich, aber bei Pädophilie reden wir ja eben nicht über entwickelte Menschen, sondern über Kinder. Ich wundere mich sehr über mich selbst, wie ruhig ich bleiben kann. Innerlich bin ich entsetzt über so manche Meinung hier und den Versuch der moralischen Legitimierung. Der Verdacht liegt immer so nah, dass bei solchen Neigungen selbst ähnliche Erfahrungen in der Kindheit gemacht worden sind. Denn andernfalls könnte Ihr mir doch nicht erzählen, dass Ihr Euch mit 5 Jahren gewünscht hättet, dass ein schwitzender, behaarter Erwachsener irgendwas mit Euch gemacht hätte. JETZT als Erwachsene denken Kindesmisshandler das vielleicht. Aber mit Sicherheit dachten sie das nicht als Kind.

    Schwule (und Lesben) sollten sich wirklich mit den Hereros in ein Boot setzen und nicht mit Menschen, die – egal ob gleichgeschlechtlich oder nicht – Kinder für Ihre Bedürfnisse einsetzen und dabei riskieren großen Schaden anzurichten. Denn bei Heteros und Homos ist es Sex in freier Entscheidung und alle sind glücklich. Das trifft bei Kindesmissbrauch nicht zu, jedenfalls nicht für das Kind. Und das Ansehen/Runterladen etc. von “legalen” Nacktbildern (ist ja nur für die Phantasie) fördert eine Industrie, wo die Grenzen ganz schnell überschritten werden. Oder woher soll das ganze Material kommen? Von zufällig gezogenen Urlaubsbildern? Bitte.Mehr.Realismus.

    Ich bin selbst hetero, mag heteros, homos und alle Menschen, die niemand unterdrücken, misshandeln, einschränken oder erniedrigen. Ich kann P.s (möchte das nicht kinderliebend nennen) nicht akzeptieren und es gibt für mich auch überhaupt keinen Zusammenhang zu allen sonstigen sexuellen Orientierungen unter Erwachsenen, sofern diese einvernehmlich ist.

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