Gekaufte Facebook-Likes: Erektionsprobleme bei Männer?

Medien

Der große Schwanzvergleich

Glaubwürdigkeit ist ein hohes Gut im Journalismus. Der Wettbewerb gehört allerdings auch zum Geschäft. Der Verdacht liegt nahe, dass das Schwulenmagazin Männer seine Facebook-Likes fingiert. Alle Indizien sprechen dafür. Eine Bestandsaufnahme. Text: Robert Niedermeier, Fotos: Screenshots via M-Männer.de, Facebook

David Berger, umstrittener Chefredakteur des fragwürdigen, da dank seines Zutuns mehr und mehr in rechtskonservative Gefilde abdriftenden Schwulenmagazins Männer (Bruno Gmünder Verlag), ist ein Befürworter von Testosteron-Therapien. Allem Anschein nach greift er aber zu ganz anderen Potenzsteigerungsmitteln, um einen Schwanzvergleichswettbewerb anderer Natur zu seinen Gunsten zu entscheiden. Es geht ihm dabei um “Fans” und “Likes”, vor allem um die Dominanz gegenüber dem LSBTIQ-Nachrichtenportal Queer.de.

Maßstab des Erfolges: “Likes” für die Facebookseite

Da es mit den Verkaufszahlen im Print-Bereich stets bergab geht, versucht auch Männer seit geraumer Zeit im Online-Sektor Fuß zu fassen. Die mit reißerischen, vornehmlich gegen Linke, queere “wirre” Theorien und Moslems agitierenden Posts umgesetzte Kooperation mit dem deutschen Ableger der Huffington Post gehört ebenso zur Strategie, wie die im SoMe (Sozialen Medien) von Dr. David Berger vorangetriebenen, fortgesetzten Angriffe gegen den Konkurrenten Queer.de. Inhaltlich kann Männer meines Erachtens nicht mithalten, wohl deshalb definiert Berger die “Likes” für die Männer-Facebookseite als Maßstab seines Erfolges.

Zum Wochenende bläst die Männer-Redaktion am 14. November 2014 also wiederholt zum erneuten großen Schwanzvergleich:
>WER MACHT DAS RENNEN?
Männer Magazin 9993 Fans und queer.de 9990! Wer macht das Rennen. Wir drücken uns die Daumen ;-).<

Post auf Männer-Facebookseite: Wer macht Rennen?

Post auf Männer-Facebookseite: Wer macht Rennen?

Ja, Männer mögen Schwanzvergleiche, doch sie können in die Hose gehen

Schauen wir uns darum zunächst den Erektionsverlauf von Queer.de an. Der steile Abschwung am Sonntag ist mit der allgemein geringen Leser-Frequentierung an einem bürofreien trüben Novembermorgen zu erklären. Das Beispiel von Queer.de zeigt ansonsten ein eher konstantes Wachstum mit den im Normalbereich liegenden Schwankungen bei besonders starken Storys – und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gänzlich ohne gekaufte Likes und zudem ohne Sponsored Stories.

Wachstumsrate auf Facebook für Queer.de

Wachstumsrate auf Facebook für Queer.de

Derart künstlich nach oben gepimpt sieht dagegen die Wachstumsrate von Männer im Vergleichszeitraum aus:

künstlicher Anstieg, der Verdacht, das da fingiert wurde, drängt sich nahezu auf

künstlicher Anstieg, der Verdacht, das da fingiert wurde, drängt sich nahezu auf

Sorry, aber der Verdacht, dass da fingiert worden ist, drängt sich nahezu auf. Die Statistiken sind öffentlich nachzuprüfen: https://www.facebook.com/maenner.magazin/likes. Eine 500-prozentige Like- bzw. Fan-Anzahl-Steigerung für die Facebookpage, ist in diesem kurzen Zeitraum durch etwaige “starke Storys” nicht zu erklären. Es ist vielmehr eine ausgeprägte Unregelmäßigkeit, ein aus dem Nichts aufbrausender Like-Tsunami. Die Diskrepanz zwischen der hoch schnellenden Anzahl an Page-Likes für die Seite insgesamt und dem im selben Zeitraum weitaus geringeren Anstieg an “Gefällt mir”-Angaben für einzelne Posts ist eklatant. Käuflich erwerben kann die “Facebook-Likes” jeder Hannes, für schlappe 34,99 Euro bekommt man 500 gefakte Fans. Etwa hier auf https://facebook-likes-kaufen.eu/. So günstig ist im echten Leben keine Penisverlängerung. Virtuell schindet das Eindruck. Jedenfalls ist die gespielte Freude groß als der Admin auf der Facebook-Seite von Männer ein Freudentropfen zum Dank an alle vergießt, “die hier mitlesen, liken, teilen und so unsere Internet-Community jeden Tag bereichern!”

Männer freut sich über vermeintlich gewonnenen  Schwanzvergleich

Männer freut sich über vermeintlich gewonnenen Schwanzvergleich

Die Realität jenseits der Scheinheiligkeit sieht indes ganz anders aus. Auf der Statistikseite http://www.similarweb.com können geneigte Publizisten Webseiten-Traffic checken und vergleichen. Queer.de verbucht allein im Oktober 2014 knapp 500.000 Besucher, Männer dümpelt weit abgeschlagen in wenig virilen, geschweige denn potenten Niederungen.

Queer.de haushoch überlegen, auf der statistikseite http://www.similarweb.com/ kann man webseiten-traffic checken und vergleichen

Queer.de haushoch überlegen, auf der statistikseite http://www.similarweb.com/ kann man webseiten-traffic checken und vergleichen

Und werfen wir doch zum Schluss noch einen Blick auf die Follower bei Twitter. Männer kann hier https://twitter.com/MagazinMaenner mit ganzen 64 treuen Folgern glänzen, Queer.de muss sich hingegen auf seinem Twitter-Profil https://twitter.com/queer_de mit wenigen 7506 Followern begnügen. (Stand: 16. November, 14.45 Uhr)

Frage: Ist es “sexy”, sich mit Facebook-Likes zu brüsten, ist es “schlau”, obwohl man offensichtlich mit dubiosen Methoden arbeitet, die auch noch leicht zu entlarven sind, und ist es wirklich “schwul”, seine wenigen schwulen Leser offenbar zu täuschen? Ich meine: Verarschen können wir uns auch alleine.

UPDATE: Queer.de hat den Wettbewerb via eigener Startseite angenommen, setzt auf die Treue der vielen echten LeserInnen. Den virtuellen Schwanzvergleich hat das Portal bereits am Wochenende gewonnen. Die Fan-Anzahl für die Facebookseite von Q. haben die von Dr. M längst wieder überholt. Ehrlichkeit währt eben doch am Längsten.

Ist Facebook-Likes kaufen legal?

>Aktuelle Gerichtsentscheidungen geben einem Like keine große Bedeutung. Anders sieht das natürlich bei dem persönlichen Empfinden aus. Ein Likes sagt oft viel über eine Person aus. Das LG Hamburg entschied hierzu am 10.01.2013 (LG Hamburg, Urteil v. 10.01.2013, Az. 327 O 438/11), dass ein „Gefällt mir“ Button lediglich eine unverbindliche Gefallensäußerung darstellt, welche keine wettbewerbsrechtliche Irreführung darstellt. Die persönliche Bedeutung von Likes und Fans Die Frage ob das Kaufen von Likes und Fans legal ist, stellen sich die Nutzer und Käufer immer wieder. Oft passiert das, wenn wieder eine große Firma in der Presse ist und das Ganze „aufgeflogen“ ist. Wichtig ist natürlich, welche Bedeutung man einem Like gibt. Ein Like oder ein Fan einer Seite sagt nichts über die Qualität oder den Inhalt dieser aus. Aus der persönlichen Erfahrung weiß ich ja, wie schnell man irgendwo, teilweise auch bei unbekannten Seiten und Leuten, „Gefällt mir“ anklickt oder ein Fan wird. Und warum? Einfach nur weil es mir gefällt und genau das ist der Sinn der Likes.< (Quelle:Likeskaufen.info)

About Reiserobby

Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
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22 Responses to Gekaufte Facebook-Likes: Erektionsprobleme bei Männer?

  1. Reiserobby says:

    Anmerkung: Die Blu Mediengruppe kann übrigens auf 17.000 Likes auf Facebook verweisen, rein organische Potenzmittel dienen hier der stetigen Erketionssteigerung, da der Verlag bundesweit über starke regionale Ausgaben verfügt, die auch von echten Menschen goutiert werden. Anders ausgedrückt, die Likes der einzelnen Ausgaben werden dort legitim zusammengezählt, das Interessierte dabei schon mal doppelt oder drei- vier- und fünfach mitgezählt werden, weil sie eben die einzelnen Ausgaben wie Hinnerk, Gap etc. extra liken, sei mal geflissentlich übersehen oder als Erfolg des Geschäftsmodels akzeptiert. Size does matters – basta.

  2. Dennis says:

    Als Webentwickler empfehle ich meinen Kunden, dass sie nicht so sehr auf Facebook-Likes schielen. Bei Inhalten mit Substanz kommt der Erfolg schon von ganz alleine. Wer zwanghaft versucht die Likes in die Höhe zu treiben, wird mehr und mehr zur Beliebigkeit verkommen, denn man setzt sich mit seinen Anboten nicht von der Konkurrenz ab, wenn man den allgemeinen Regeln der Social-Media und Suchmaschinenoptimierung folgt.
    Im vorliegenden Fall geht es wahrscheinlich um künstlich generierte Likes. Soetwas finde ich persönlich sehr verwerflich, denn im Prinzip belügt man die gesamte Leserschaft, wenn suggeriert wird, dass das Wachstum ein natürlicher Prozess ist.

    Bei extremen Minderwertigkeitskomplexen, durch die die Öffentlichkeit zu Schaden kommt, empfehle ich unbedingt den Gang zum Psychologen.

  3. Milchmann says:

    Nüchtern betrachtet zeigen die verglichenen Grafiken, folgt man der Argumentation des Autoren, erst einmal nur, dass queer.de im angefragten Zeitraum zwei mittelstarke Stories hatte, die m-maenner.de eine starke Story.

    Wie daraus die Vermutung, es seien Likes gekauft worden abgeleitet wird, bleibt Geheimnis des Autoren.

    Die von dem Autoren ausgewiesenen Webseite ww.similarweb.com legt bei genauerer Betrachtung andere Schlüsse nahe: Sie weist für die Männer-Seite für den Zeitraum Juni 2014 bis Oktober 2014 ein Wachstum in den Besucherzahlen von rund 300 Prozent aus. Schlüssig ist, dass sich das auch in den Wachstumsraten der Facebook-Likes spiegelt.

    Queer.de hat im gleichen Zeitraum einen – wenn auch auf höherem Niveau – eher geringen Zuwachs: im gleichen Zeitraum wurde eine Steigerung von rund 10 Prozent erreicht.

    Bezüglich Twitter sollte man beachten, dass Queer bei Twitter vor 6 Jahren beigetreten ist, Männer vor knapp einem Monat.

    All das würde eine genauere Recherche zutage fördern. Vor allem Onlinejournalisten und Webentwickler sollten im Sinne ihrer Leser bzw Kunden sorgfältiger arbeiten.

    • Reiserobby says:

      500 Prozent mehr Likes für die Seite in so kurzer Zeit, ist durch etwaige “starke Storys” nicht zu erklären, sondern eine ausgeprägte Unregelmäßigkeit. Nennt man auch einen “Like-Tsunami”.

    • Florian Müller says:

      Sehr geehrter Milchmann,

      Ihre Theorie würde fast plausibel klingen, wenn sich ihr angenommenes Wachstum aufgrund einer “starken Story” auch in den Twitterzahlen widerspiegeln würde. Tut es aber nichtmals ansatzweise.
      Bei Twitter ist übrigens wesentlich einfacher sogenannte Sockenpuppen aufzuspüren, da die Follower öffentlich einsehbar sind.

      Mit freundlichen Grüßen
      Florian Müller

    • Milchmädchen says:

      Lieber Milchmann bzw. lieber David (?),

      die beiden Facebook-Grafiken zeigen die Entwicklung in den letzten 14 Tagen – nicht die Entwicklung der letzten 5 Monate seit dem Relaunch von m-maenner.de.

      Eine starke Facebook-Story, die hundertfach geliked, geteilt und kommentiert wird, hat i.d.R. nur eine Laufzeit von maximal 24 Stunden – dann ist sie im Netz schon wieder Schnee von gestern. Damit also wäre die überraschende Super-Beule bei Männer, die sich über 3 Tage erstreckt, nicht zu erklären – zumal sich auf der Facebook-Seite kein herausragender Post findet, der dafür in Frage käme. Hier kann es sich nur um gekaufte Likes handeln, die zudem dramaturgisch sehr geschickt kurz vor Erreichen der 10.000 Marke eingesetzt wurden.

      Okay, der Twitter-Vergleich von Reiserobby war gemein, aber verdient.

    • Marcus Emrich says:

      Ach David und Gefolgschaften. Ich poste hier mit meinem richtigen Namen weil ich mich nicht hinter Pseudonicks und “Scheinheiligkeiten” verstecken muss. So viel Kind im Verhalten und genau deshalb so durchschaubar das es eigentlich nur noch immer peinlicher wird. Das sagen übrigens auch Personen die dir mal extrem nahe gestanden haben. Nein, du musst nicht wieder den einen anrufen und nachfragen, es gibt da ganz andere bei denen du es dir verscherzt hast die heute ebenfalls sehr gesprächig sind. Ich frage mich ob es bei Facebook eigentlich auch eine Beschränkung für die Blockliste gibt welche doch schon voll sein müsste da er gern alles blockt was nicht seiner Meinung ist oder unangehnem posten oder diskutieren könnte auf seiner Seite. Das die Männer offenbar immer unbeliebter zu sein scheint ist meiner Meinung nach sicher nicht zuletzt dir zu verdanken. Verwunderlich das die Chefs des Verlages sich das immer noch so ruhig mit ansehen….So und jetzt mal schauen wie der Herr Berger darauf reagiert, sicher auch wie ein Kind oder er schickt einen seiner Anhänger vor der dann komische persönliche Dinge über mich erzählen soll oder ähnliches…Gääähn

  4. Fritz says:

    Interessant ist auch zu sehen wo die Likes herkommen. Dies kann man z.B. sehr gut beim Facebook Like Check von SternTV überprüfen. Während das Männer Magazin 76,8% seiner Likes aus dem deutschen Sprachraum (Deutschland, Österreich und Schweiz) bezieht sind es bei Queer.de 90,5%.

    Kann auch nur Zufall sein, muss aber nicht. Ich hab ja keinen Schimmer aus welchem Land diese eingekauften Likes kommen. Aber wenn sehr viele Likes aus den USA oder Mexiko stammen ist das schon interessant.

    Dennoch lese ich die Männer sehr gerne, zumindest die Printausgabe. Ich finde es auch sehr wichtig, dass es so eine Zeitschrift wie diese noch gibt. Gegen eine Printausgabe von Queer.de hätte ich aber auch nichts 🙂

  5. Biene says:

    Noch einmal die Höhepunkte dieser journalistischen Recherche gelistet:
    “Der Verdacht liegt nahe.”
    “Alle Indizien sprechen dafür.”
    “… mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit …”
    “… der Verdacht, dass da fingiert worden ist, drängt sich nahezu auf … ”
    “… obwohl man offensichtlich mit dubiosen Methoden arbeitet …”

    Wie hieß gleich noch das Gegenteil von “überzeugend”?

    • Reiserobby says:

      Ich lade den Leser ein, sich selbst ein Bild zu machen, deshalb formuliere ich vorsichtig, obwohl alle Indizien dafür sprechen, das von Seiten der Männer-Redaktion, die der umstrittenen Berger leitet, plump fingiert worden ist.

  6. Studierend says:

    Und ganz unabhängig von Facebook-“Likes”:

    Reaktionärer Dreck bleibt reaktionärer Dreck!

  7. Horst says:

    Im Zweifel einfach hier schauen:
    http://www.sterntv-experimente.de/FacebookLikeCheck/

    Der Stand beim Männer Magazin ist zwar nur der 13.11., wenn jetzt aber nicht sprunghaft der Anteil der Fans aus irgendwelchen irrsinnigen Ländern steigt, wurden keine Fans gekauft. Wenn nun aber tausende Fans aus Mexico, Indonesien, Indien etc. hinzukommen, dann wurden wahrscheinlich Fans gekauft – das sind nämlich die Länder, aus denen meist die Likes von eBay etc. herkommen.

    Zum Männer Magazin: nicht der Rede wert und wer schon mit Huffington Post kooperiert …

  8. Ertappt says:

    Stand 14.11. kommen bei MÄNNER nur noch 69 Prozent aller Likes aus Deutschland…

    http://www.sterntv-experimente.de/FacebookLikeCheck/

  9. Horst says:

    @Ertappt nee, würde ich so nicht sagen. Wenn viele Likes aus anderen Ländern kommen, sagt das erstmal nichts aus. Wenn nun aber ad hoc 10% der Likes aus z.B. Indonesien kommen, würde ich von ertappt sprechen, denn warum sollten so viele Menschen aus Indonesien (um beim Beispiel zu bleiben) eine schwule Resterampe abfeiern.
    Der relativ hohe Anteil an Likes aus Amerika begründet sich im Vergleich zu Queer.de daraus, dass es beim Männer Magazin im Grunde nichts zu lesen gibt und eher wie ‘ne Infoseite wirkt, da größtenteils Artikel von anderen Magazinen (Spiegel, SWR etc.) gepostet werden – sprich: der Großteil der Menschen aus Amerika, die das Männer Magazin geliked haben, werden gar nicht wissen, dass sich dahinter “das führende deutschsprachige Lifestylemagazin für schwule Männer” (was für eine Eigenbeschreibung …) verbirgt.

    • Ertappt says:

      @Horst

      Finde Deine Argumentation nicht überzeugend – für mich sieht es wirklich so aus, als ob Männer die Likes in den USA eingekauft haben.

      Warum sonst sollte eine deutsche Seite mit einem deutschen Namen, die nur auf Deutsch postet, sage und schreibe 14 Prozent ihrer Likes aus den USA bekommen? Üblich sind maximal 3 Prozent – bei queer.de sind es 1,7, bei Spiegel Online 2,3 Prozent.

      Übrigens: Die von Reiserobby gepostete Kurve von letzter Woche zeigt ja auch nicht den einzigen unnatürlichen Anstieg bei Männer – vor vier Wochen gab es bereits Ähnliches zu beobachten.

      • sebastian says:

        Warum sonst sollte eine deutsche Seite mit einem deutschen Namen, die nur auf Deutsch postet, sage und schreibe 14 Prozent ihrer Likes aus den USA bekommen”

        Wenn man in Gechichte aufgepasst hätte wüsste man evt. warum.

        Kann es sein das die Hälfte aller Weissen in Amerika deutsche Vorfahren haben? Wer dort einigermaßen traditionell und/oder gebildet ist, beherrscht natürlich auch Deutsch so wie ich auch englische Texte lesen kann.

        Also wieso soll das jetzt soo ungewöhnlich sein??

        Oder haltet ihr pauschal alle US Amerikaner für ungebildet?

  10. Torsten Dirk says:

    Auf der Facebook Seite der Männer gibt es einen User, der hier her verlinkt und nachfragt: “Stimmt es, dass die Facebook-Likes dieser Seite gekauft sind, oder wie ist der Gefällt-Mir-Tsunamie dieser Seite zwischen dem 11.11. und dem 15.11.2014 zu erklären?”

    Antwort der Männer Redaktion:
    “Männer Magazin Hallo Florian Müller, selbstverständlich haben wir keine Fake Likes bei dubiosen Firmen gekauft, tatsächlich waren unsere Artikel um den 12.11. außergewöhnlich stark. Zusammen mit unseren üblichen Werbemaßnahmen und dem Aufruf zur Unterstützung um die 10.000 Follower zu erreichen, habern wir dies dann am 14.11. erreicht. Dafür wollen wir allen Followern noch einmal herzlich danken!”

    Ich fragte noch einmal nach, erhalte dort aber – bisher – keine Antwort. Was im Übrigen stets der Fall dort ist wenn ich etwas kritisch hinterfrage. Als ich David Berger auf seiner FanSeite zu kritisch wurde, hat er mich dort auch gleich geblockt. Das mag er nicht und lässt andere Meinungen auch gleich gar nicht zu. Unglaublich! Dabei habe ich mich nie im Ton vergriffen, sondern stets nur sachlich argumentiert, aber das muss er ja wissen, was er da treibt. Hier noch meine Nachfrage:

    “Mich würde dabei schon interessieren was “übliche” Werbemaßnahmen von euch sind? Als schwuler Mann treffe ich nicht auf eure Maßnahmen. Die starken Artikel, die finde ich auch nicht, wenn die Redaktion ein Mittel für starke Artikel gefunden hätte, würde sie stets starke Artikel produzieren und nicht nur in einem Zeitraum von 3 Tagen. Ich finde es nicht glaubwürdig, weil man solche erfolgreiche Maßnahmen doch routinieren und stets nutzen würde. Zumal maenner.de auf Platz 2,8 Mio der wichtigsten Webseiten Deutschlands rangiert. Darüber könnt ihr sehr wenig ausrichten. Zum Vergleich: Unsere Partyseite: bang.de rangiert 1.000.000 (!!!) Plätze weiter vorne und queer.de liegt auf Platz 4.200 ungefähr was schon respektabel ist. Also die Antwort ist sehr schwammig. Was weiter auffällt: In diesem Zeitraum haben eure Likes für einen geteilten Artikel auffallend viele Likes, aber mittlerweile wieder gar nicht (es sei denn es wird Jennifer Rostock markiert, dann kommen wahrscheinlich von dort viele Likes). Sprich bis zu 90% weniger Likes für einen geteilten Artikel auf facebook. Häufig so 30-40 Likes, die bekomme ich für meine privaten Postings in etwa. Sprich, bei 10.000 Seiten Followern ist man in etwa so stark als habe man 500 FB-Freunde. Viel ist das nicht.”

  11. Tim says:

    Mich würde interessieren wie viele Menschen Berger blockiert hat?
    Unter Werbemaßnahmen wird bei Männer sicher verstanden, ALLE Facebookgruppen, die einen homosexuellen Kontext haben, mit Artikeln vollzuspamen – das sammelt durch einen Bug des Facebook-Like-Buttons übrigens Likes für einzelne Artikel. Dies zum Thema starke Artikel.

  12. Reiserobby says:

    Pressemitteilung

    Deutsche AIDS-Hilfe stoppt Anzeigenschaltungen in „Männer“

    Die schwule Zeitschrift Männer trägt immer häufiger zu Ausgrenzung und Diskriminierung bei. Chefredakteur David Berger propagiert ein traditionelles Männlichkeitsbild und provoziert mit teils rechtspopulistischen Aussagen. Diese Ausrichtung steht im Widerspruch zu den Grundsätzen der HIV-Prävention in Deutschland. Die Deutsche AIDS-Hilfe wird darum in „Männer“ keine Anzeigen mehr schalten.

    Berlin, 24.11.2014 – Die bundesweite Präventionskampagne ICH WEISS WAS ICH TU der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) beendet mit sofortiger Wirkung ihre Anzeigen- und Bannerschaltungen in der „Männer“ und auf deren Website. Prävention in einem redaktionellen Umfeld zu platzieren, das wesentlichen Anliegen der Kampagne zuwiderläuft, verbietet sich.

    Ausgrenzung und Abwertung von Menschen sind nicht hinnehmbar

    ICH WEISS WAS ICH TU ist eine Kampagne, die Vielfalt anerkennt, schätzt und fördert. Die selbstgewählten Lebensweisen schwuler Männer gilt es zu respektieren und zu schützen, um Menschen stark zu machen – auch beim Schutz vor HIV. Gerade jene, die nicht dem Mainstream und Erwartungen von Gesellschaft und Szene entsprechen können oder wollen, gilt es zu unterstützen. David Berger tut das Gegenteil.

    Mitschuldig an Diskriminierung?

    Schon seit längerer Zeit forciert der Theologe ein traditionelles Männlichkeitsbild und wertet damit Menschen ab, die diesem Bild nicht entsprechen. Kritiker diskreditiert er als „Body-Phobiker“, die ein Problem mit ihrem eigenen Körper hätten.

    In der August-Ausgabe der Männer verfocht ein Autor eine drastische These: Schwule Männer selbst würden ihre Diskriminierung verstärken, wenn sie ihre Andersartigkeit betonten. In einem geschichtsklitternden Vergleich wurde Juden, „Indianern“ und Schwarzen eine Mitschuld an ihrer Verfolgung und Ermordung zugewiesen. Der Autor machte also Opfer zu Tätern.

    Auf öffentliche Kritik von ICH WEISS WAS ICH TU antwortete der inhaltlich verantwortliche Berger mit einem Gegenkommentar unter der Überschrift „Keine Denkverbote!“ Damit argumentierte er auf Stammtischniveau nach dem Motto „Man wird doch noch mal sagen dürfen …“

    Kommentare gegen die Community

    Immer wieder fällt Berger Vertreter_innen der LGBTI-Community in den Rücken, in der „Männer“ und in Online-Medien wie Huffington Post und The European. Emanzipatorische Kräfte der „Queer-Bewegung“ beschimpft er als „queere Ideologen“ und „queere Sexdiktatoren“.

    In einem Facebook-Post zu den homophoben Demonstrationen gegen Bildungspläne fragte er: „Rächt sich jetzt die allzu enge Verquickung von wirren Queer/Gender-Theorien und dem Kampf gegen Homophobie, besonders bei Jugendlichen?“. Auch hier unterstellt er eine Mitverantwortung an der Diskriminierung schwuler Männer.

    Rückzug aus inakzeptablem Umfeld

    Populistische Äußerungen findet Berger „zumindest diskussionswürdig“ (so zum Beispiel die Auffassungen des Lehrers Daniel Krause, der auch auf einer Kundgebung von Pro NRW sprach). Die November-Ausgabe der Männer befasst sich mit dem schwulen „Pro Köln“-Politiker Michael Gabel unter der Überschrift „Ein schwuler Rechter, na und?“ Muslime werden immer wieder pauschal als Urheber schwulenfeindlicher Gewalt dargestellt.

    Wie bei den anderen Themen äußert Berger seine Ressentiments meist nicht offen, sondern kleidet sie in Fragen oder verweist scheinheilig auf seine journalistische Aufgabe, Debatten anzustoßen. Haltung und Richtung sind trotzdem unübersehbar. Eine differenzierte Auseinandersetzung zum Thema Homophobie und Islam bleibt der Journalist schuldig. Der Beifall von rechts bleibt indes nicht aus.

    Ein Ende ist nicht absehbar. Immer wieder wartet David Berger mit neuen Angriffen auf. Die Deutsche AIDS-Hilfe zieht sich nach reiflicher Überlegung aus diesem inakzeptablen Umfeld zurück. Es bleibt die Hoffnung, dass sich die „Männer“ eines Tages wieder zu einem offenen und vielfältigen Magazin entwickelt, das die Identität und die Strukturen der Community stärkt, anstatt sie zu spalten. Daran wirken wir gerne mit.

    Deutsche AIDS-Hilfe

  13. stefan says:

    ja bei cheaplikes.de findet man dieses und jenes auch 🙂
    HIGH QUALITY

  14. Naja Facebook hier und Facebook da .
    Ich bin ein Instagram Junkie daher ziehe ich es vor gramis zu kofen .

    🙂

    bei http://www.myfollower,de

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