Querfront Fascism-Relaunch: Hitler-Trump- und Goebbels-Bannon-Vergleiche sind korrekt, Remember Reichstagsbrand

USA

From Adolf to Bannon w/Trump

Adolf Hitler wurde demokratisch gewählt, US-Präsident Donald Trump setzt in Sachen Hasspropaganda auf Stephen Kevin "Steve" Bannon, der Führer Nazideutschlands konnte bis zum Untergang auf seinen Propagandaminister Gobbels zählen. Hitler-Trump-Vergleiche sind nicht bloß legitim, sondern auch notwendig, um die aktuelle Situation treffend auf Fakten basiert zu beschreiben. Vorsicht vor der neu formierten Querfront ist geboten. Wehret den Anfängen. Text: Robert Niedermeier

Trump-Bashing sei nicht demokratisch, weil Trump demokratisch gewählt worden ist, sagen Trumpisten. Auch Adolf Hitler wurde demokratisch gewählt und Bannon ist Trumps Goebbels. “This is not America”, sang David Bowie 1984 unter dem Eindruck des Kalten Krieges. Traurig, aber wahr, dass US-Bürger dreißig Jahre später die Machtergreifung einer neo-faschistischen Querfront-Clique aus reaktionären Kapitalisten, nationalbolschewistischen Sexisten und neurechten Rassisten miterleben müssen. Der Naziterror begann in Europa nicht erst mit Beginn des Zweiten Weltkrieges. Als in den Vernichtungslagern der SS im industriellen Maßstab Millionen Menschen der Shoa zum Opfer fielen, war es bereits zu spät. Widerstand gegen das faschistoide Politikverständis von Trumpisten, Putinisten, AFDer-Rechtspopulisten, Le Pen und Wilders-Fans tut deshalb Not.

Ja, verdammt, auch Hitlers NSDAP wurde demokratisch gewählt. Von einer Minderheit der Deutschen. Und wie der im Popular Vote gegen Clinton unterlegende Trump trat auch Adolf Hitler anfangs im zivilen Anzug auf, wenn er lauthals mit der Gewaltenteilung in demokratischen Systemen zu hadern pflegte. Die von Stephen Bannon verfassten Dekrete setzen sich übers Parlament, der Justiz und Exekutive hinweg. Provozieren Protest auf den Straßen und Chaos in den Behörden. Bannons Ziel ist, die “alte” USA von innen zu destabilisieren, um ein “neues” Amerika zu errichten. Remember Reichstagsbrand.

Statt wie Hitleristen das Judentum als “zionistische Kriegstreiber” zu verteufeln, geben sich Donald Trump und Steve Bannon als “philosemitische Ethnopluralisten” betont israelfreundlich und konzentrieren ihre volksverhetzenden Kampagnen im 21. Jahrhundert auf Muslime.

Anstelle des Kinder- und Selbstmörders Joseph Goebbels in Nazideutschland übernimmt heute der neonazistische Breitbart-Hetzer Bannon den finsteren Propaganda-Job für den US-Präsidenten Donald J. Trump. Für seine antisemitische und antidemokratische Hasspropaganda nutzte Goebbels in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts die damals “Neuen Medien” wie Kino und Radio. Für seine rassistisch motivierte politische Agenda schimpft Bannon im Internetzeitalter in den sogenannten “Sozialen Medien” auf demokratische Institutionen und verhöhnt – wie das völkisch-identitäre Höcke/Gauland-Gespann in BRD – emanzipatorische Errungenschaften.

Wie einst Goebbels hantiert auch Bannon mit linken Begrifflichkeiten. Das hat Trumps Neonazi Bannon im Sicherheitsrat mit AfDer-Neonazi Höcke und dem neurechten “Chefdenker” Götz Kubitschek gemein, die ebenfalls die alte Querfront-Strategie von Goebbels relaunchten, um im vermeintlich linken Lager und innerhalb der “Arbeiterschaft” zu punkten. Umso erschreckender, dass Oscar Lafontaine und Sahra Wagenkencht im Schatten der “Flüchtlingskrise” mit dem erzreaktioären “Schlageter-Kurs” zu liebäugeln scheinen. Widerstand tut Not. Nie wieder Querfront!

Trump nimmt Tag für Tag mehr die Züge eines Autokraten an. Das merken auch die US-Bürger, die immer heftiger gegen ihn protestieren. Sie zeugen davon: Amerika ist noch nicht verloren.” (FR-Kommentar)

Bannon-Zitate, zusammengestellt von NZZ

Die liberal-konservative Schweizer Tageszeitung NZZ hat Bannon-Zitate gesammelt, die verdeutlichen, dass Hitler-Trump-Vergleiche nicht bloß legtitim, sondern auch notwendig sind, um die Gefahr, die vom Trump/Bannon-Duo ausgeht, korrekt auf Fakten basiert zu verdeutlichen.
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«Es kann uns nur helfen, wenn die Gegenseite nicht ­erkennt, wer wir sind und was wir vorhaben.» Seit zwei Wochen ahnen allerdings alle, wer Steve Bannon ist.<
«Ich bin Leninist. Lenin wollte den Staat zerstören, und das ist auch mein Ziel. Ich will das ganze System zu einem krachenden Kollaps bringen und das gesamte heutige Establishment zerstören.» Interview mit der Website «Daily Beast», November 2013

«Die Globalisten haben die amerikanische Arbeiterklasse geschlachtet und eine Mittelklasse in Asien geschaffen. Jetzt wollen Amerikaner sich von denen nicht mehr ficken lassen. Wenn wir unser Programm durchziehen, gewinnen wir 60 Prozent der Weissen und 40 Prozent der Latinos und Schwarzen. Dann regieren wir die nächsten 50 Jahre.»
Interview mit dem «Hollywood Reporter», November 2016

«Es gibt hier keine funktionierende konservative Partei mehr. Die Republikaner sind das sicher nicht. Wir sollten die abklatschen wie eine freche Nutte. Es wird eine aufständische, populistische Bewegung von Mitte-Rechts kommen, die das Establishment aus tiefstem Herzen hasst.»
Podiumsdiskussion im National Press Club, ­Washington, Sommer 2013

«Die Frauenemanzipation hat Konsequenzen. Nämlich dass führungsstarke Frauen wie Sarah Palin Ehemänner haben und ihre Kinder lieben. Das ist keine Clique von Lesben, die an den Frauen-Universitäten in Neuengland studiert haben
Interview mit «Political Vindication Radio», Oktober 2010

«Der Islam und China sind auf dem Vormarsch. Beide sind motiviert und arrogant. Die denken, dass der jüdisch-christliche Westen auf dem Rückzug ist. [. . .] Deshalb wird die Zukunft etwas ungemütlich. Wir werden in den kommenden Jahren einen neuen, grossen Krieg im Nahen Osten bekommen und gegen China Krieg führen müssen.»
Konferenz im Dignitate Humanae Institute im Vatikan, Juli 2014

«Die Plutokraten im Silicon Valley wollen ohne Hindernisse Leute aus der ganzen Welt in die USA bringen. Diese Oligarchen füllen unsere technischen Universitäten mit Leuten aus Südostasien und Ostasien. Die nehmen unseren Kids die Studienplätze und die Jobs weg. Dass 20 Prozent unserer Bevölkerung Immigranten sind, ist das Kernproblem.»
Breitbart-Radio, März 2016
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Ethnopluralisten sind Rassisten: Argumente gegen neurechte Agitation

*Ethnopluralismus? Klingt nach Vielfalt und Multikulti, gemeint ist aber nationalfaschistische Rassentrennung. (Bitte informieren: http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/was-ist-ethnopluralismus)

Über Reiserobby

Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
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