RTL-Reporter-Hooligans machen Randale in Istanbul

Moral

RTL-Rowdys machen Randale

Krawall-Journalismus vom Feinsten. Unterm Deckmantel des Journalismus attackiert das aufgebrachte RTL-Explosiv-Weekend-Reporter-Team einen vorbestraften, rechtskräftig verurteilen Türken. Zehn Jahre saß der Schwestern-Mörder für seine Tat in Deutschland im Gefängnis. Doch auch nach seiner Entlassung verfolgt ihn seine Vergangenheit. Die Hooligan-Moralapostel lassen nicht locker. RTL-Rassismus inklusive. Text: Robert Niedermeier

RTL-Krawall-Reporter-Gang verhöhnt Journalismus: Moralinsauer aufgeladen bedrängt das RTL-Explosiv-Weekend-Team einen Ladenbesitzer in Istanbul. „Tut es ihnen leid, dass sie ihre Schwester erschossen haben?”, grölt die aufgedrehte Reporterin und befiehlt harsch: “Lassen sie die Kamera los!“ Unter dem Deckmantel des Journalismus’ veranstaltet das Kölner Überfall-Kommando lauthals ein deutsches Volks-Tribunal. Die RTL-Randale am Bosporus eskaliert. Später nehmen Polizisten die Hooligan-Reporter in Gewahrsam.

Mediale Selbstjustiz der RTL-Boulevard-Dückerkolonne

Der Snackbar-Inhaber wurde bereits vor über eine Dekade von der deutschen Justiz  als Mörder verurteilt. Längst hat er seine 10-jährige Haftstrafe verbüßt. Im Anschluss seiner rechtmäßigen Entlassung aus dem Gefängnis wurde er in die Türkei abgeschoben, fing in Istanbul ein neues Leben an. Für die RTL-Pranger-Reporter ist dieses rechtsstaatliche Verfahren nicht tolerabel. Ein verurteilter Mörder gehört für den Rest seines Lebens bestraft. Fortdauernd, mediale Selbstjustiz tut Not, so der Tenor. “Kommt vorbei und esst Köfte”, warb der Köfte-Verkäufer auf seinem Facebook-Profil. Für die Jäger vom Rhein ist das Anlass genug, zornig im Flieger gen Türkei Platz zu nehmen. Remmidemmi machen und Hass verbreiten ist das Ziel. Diese “Verhöhnung der deutschen Justiz” soll dem Türken laut O-Ton zum Verhängnis werden. Mit einem “mulmigen Gefühl” schreitet die RTL-Boulevard-Drücker-Kolonne zur Tat, attackiert den vorbestraften Türken, überschreitet dabei die Gesetze im türkischen Ausland.

Intelligenzbefreiter televirtueller Kopfschuss im fernen Istanbul

Dass man mit diesem Rowdytum auch die Grenzen unseres bundesdeutschen Rechtsstaates sowie der journalistischen Ethik nicht nur überschreitet, sondern beim Randalieren regelrecht zertrampelt, scheint den quotengeilen Hasardeuren total egal. Die telegene Abrechnung wird durchgezogen. Die Hooligan-Moralapostel lassen nicht locker bis die türkische Polizei einschreitet und dem Treiben ein Ende setzt. Die unseriöse Reporterin geriert sich als Opfer. Ein ehrloses Verhalten. Diese Selbstinszenierung ist journalistisch betrachtet ein Kodex-Verstoß.
Zum Schluss des von Intelligenz knallhart befreiten televirtuellen Kopfschusses folgt noch eine rassistisch motivierte Verleumdung: Die türkische Kultur = Ehrenmord! Ich meine: RTL-Reporter = halbstarke Hooligans!

Werbefinanziert: Empörungsausflug im Namen des Volkszorns

Video-Quelle: RTL Explosiv Weekend, Samstag, 07.02.2015, mit Smartphone zwecks Dokumentation aufgenommen, auf meiner Facebook-Seite hochgeladen.

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Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
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