Situation von LGBT-Personen weltweit: Beobachtungen von Robert Niedermeier

LGBT-Situation weltweit

Einleitung/ Notizen für Vortrag:

Grüne Jugend NRW-Workshop Queer

Danke an:

Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender

Weltkarte der Schande

Übersicht: Gesetze gegen LGBT-Personen weltweit

Todesstrafe: In 5 Ländern steht die Todesstrafe auf Homosexualität bzw. homosexuelle Handlungen

#Somalia

#Nigeria (Norden)

#Iran

#Saudi-Arabien

#Jemen

#Mauritanien

#Uganda*

In 80 Staaten, davon fünf, in der die regionale Unterschiede herrschen, drohen hohe Gefängnisstrafen

Es wird besser: Fortschritte für Menschenrechte

"Queer as Folk", lesbisch-schwul, beim Vancouver Pride in Britisch Columbia, Kanada

HIPPIES? Junge Queer-Aktivisten beim Vancouver Pride im kanadischen British Columbia

Anti-Diskriminierung: In 57 Staaten schützen Gesetze die Rechte von LGBT-Personen

Partnerschaften anerkannt: 30 Staaten oder Regionen, wie z.B. USA, bieten LGBTs entweder die Möglichkeit eine Ehe bzw. einen Partnerschaftsvertrag einzugehen, der ihre Rechte mit den von Heterosexuellen gleichsetzt.

Kolumbien

 

Spanien

Artikel Spartacus Traveler 03/07 Seite: 10

 

Link zur eddy Hirschfeld-Weltkarte

 

Top 10 der Schwulenfeinde

Saudi-Arabien

Iran

Jamaika

Kamerun

Sudan

Nigeria

Usbekistan

Uganda

Nepal

Diskrepanz: Kult und Schande

Türkei

Spartacus Traveler, 04/07, Seite 24 (Top Gay) “Tuntenmuseum” 03/07, Seite 28

Rosa statt schwarz sehen…

Pride Parade Tel Aviv 2008: Schwule israelische Besucher beim größten Christopher Street-Event Israels

Gut gebaut beim Pride Parade posieren israelische Besucher in Tel Aviv 2008 für Journalisten Robert Niedermeier

Israel

Ausgrenzung, Halbwelt und Verfolgung

Dom-Rep: Karibische Katastrophe

Ausschnitt Dominikanische Republik aus Spartacus Traveler

Ausschnitt Dominikanische Republik aus Spartacus Traveler

Iran

Türkische Republik Nordzypern:

Nicht bereit für die EU Nordzypern

Murabeh (links im Bild) ist der Chef seinen Tinnef-Lädchens beim Andreas-Kloster in Norz-Zypern Klosterstand

Murabeh (links im Bild) ist der Chef seinen Tinnef-Lädchens beim Andreas-Kloster in Norz-Zypern

Katholizismus als Staatsreligion

Malta

Legalität*

Homosexuelle Handlungen sind seit Januar 1973 legal. Das Schutzalter liegt einheitlich bei 18 Jahren.

Antidiskriminierungsgesetze*

Ein Antidiskriminierungsgesetz zum Schutz der sexuellen Orientierung in den Bereichen Beschäftigung, Bildung, Eigentum, Gesundheitswesen, sowie Zugang zu Waren und Dienstleistungen besteht seit 2004. Das Gesetz ist die Umsetzung der Antidiskriminierungsvorschriften der Europäischen Union.

Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare*

Ein staatliche Anerkennung ist bisher weder in Form der gleichgeschlechtlichen Ehe noch in Form einer Eingetragenen Partnerschaft erfolgt. Im März 2010 kündigte Premierminister Lawrence Gonzi ein Gesetz zur Eingetragenen Partnerschaft in Malta an.

Gesellschaftliche Situation*

Eine kleine LGBTCommunity findet sich vorrangig in der Hauptstadt Valletta.[2] Im Juli 2010 fand in Valetta ein Pride March und eine Pride Week mit Filmvorführungen statt. (*Quelle: Wikipedia)

 

Human Rights*

Für Lesben, Schwule Bisexuell und Transgender

(*Quelle: Eddy-Hirschfeld-Stiftung) Die Yogyakarta-Prinzipien sind die erste systematische Gesamtschau auf die Menschenrechtsgewährleistung für Lesben, Schwule Bisexuell und Transgender (LGBT), sie formulieren Anforderungen, die die bestehenden und völkerrechtlich bindenden Menschenrechtsstandards in Bezug auf sexuelle Minderheiten durchdeklinieren. Als Interpretation und Ergänzung bestehender Menschenrechtsstandards und Schutzmechanismen sind sie von grundsätzlicher politischer und juristischer Bedeutung. Sie setzen damit klare Maßstäbe für eine konsequente Menschenrechtspolitik auf internationaler wie nationaler Ebene.

Hochrangige Menschenrechtsexperten aus verschiedenen Weltregionen und mit unterschiedlichem Werdegang, darunter die frühere UN-Hochkommissarin für Menschenrechte und irische Ex-Präsidentin, Mary Robinson, Philip Alston, australischer UN Berichterstatter und Professor an der New York University School of Law oder Edwin Cameron, Richter am obersten Berufungsgericht Südafrikas, stellten im März 2007 im Genfer UN-Gebäude einen Katalog von 29 Prinzipien vor, den sie einige Monate zuvor bei einer Tagung im indonesischen Yogyakarta entwickelt hatten. Erstmalig formulierten sie darin einen globalen Standard für die Sicherung von Menschenrechten für LGBT.

Ihr wichtigstes Anliegen ist die Bekämpfung von Gewalt und strafrechtlicher Verfolgung von Homosexualität. Das Themenspektrum umfasst aber auch den Zugang zu Bildung, das Recht auf Familiengründung, Versammlungsfreiheit, Asylrecht und vieles mehr. Auch Deutschland ist im Lichte der Yogyakarta-Prinzipien verpflichtet, weitere Schritte zur Gleichberechtigung von LGBT zu gehen. So ist beispielsweise die fortgesetzte Ungleichbehandlung homosexueller Lebenspartnerschaften eine klare Verletzung des in Yogyakarta formulierten Grundrechtkatalogs.

Warum werden die Yogyakarta-Prinzipien konkret gebraucht? Menschenrechtsverletzungen wegen sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität sind ein weltweites Problem. Es geht um außergerichtliche Hinrichtungen, Folter und Misshandlungen, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung, Missachtung der Privatsphäre, willkürliche Verhaftungen, Nichtberücksichtigung bei Stellenbesetzungen und Bildungsangeboten sowie um massive Diskriminierung in Bezug auf andere Menschenrechte.

Den Staaten werden präzise Empfehlungen unterbreitet, wie diese Standards umzusetzen sind. Die nordischen Staaten, die Schweiz, die Tschechische Republik, Argentinien, Uruguay und die Niederlande haben sich diese Empfehlungen bereits zu eigen gemacht, sie setzen sich nachdrücklich für die weltweite Anerkennung der Yogyakarta-Prinzipien ein.

Möglichst viele Staaten, gerade auch Deutschland, sollten die Yogyakarta-Prinzipien zur Grundlage ihrer Politik für LGBT machen, die Empfehlungen im Inland umsetzen, sie auf internationaler Ebene befördern, in der Außen- und Entwicklungspolitik, der auswärtigen Kulturpolitik, in bilateralen Gesprächen, auf EU- und UN-Ebene sowie im Europarat.

 

About Reiserobby

Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
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