Unteilbar, doch Ali Utlu mimt den Nationalisten

Unteilbar

Nationalismus grenzt aus

Nationalismus grenzt aus, passt nicht zu einer Veranstaltung, die wie Unteilbar in Dresden gegen Nationalismus, Ausgrenzung und Rassismus demonstriert. Ali Utlu will das nicht hinnehmen, dass Antifaschisten augerechnet in der Pegida-Stadt auf das deutschnationale Schwingen von Nationalflaggen keinerlei Wert legen. Rechtsradikalen auf Twitter freilich, gefällt, was ihr Lieblings-Token schlandstolzig twittert.

“Diese Fahne steht dafür, das ich in Deutschland frei aufwachsen konnte, keine staatlichen Repressalien erlebt habe weil ich diesen Staat kritisierte, ich konnte als Türke homosexuell sein ohne Verfolgung und den Islam verlassen. Diese Fahne steht für mich für Freiheit.” #Unteilbar

Warum Ali Utlu mal wieder nix rafft, erklärt auf Twitter Marius Sixtus

“Natürlich wäre es bizarr, auf einer Demonstration, deren Leitgedanke #unteilbar lautet, mit Nationalfahnen herumzulaufen, also mit Symbolen der alltäglichen Teilung von Lebensraum. Wer Fahnen schwenkt, feiert Grenzen.”

Nationalismus: “Volk” vor Person, völkisch gegen Menschenrechte

Was Ali Utlu und andere Nationalisten nicht einsehen, nicht die Fahne steht für Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und Rechtssicherheit, sondern die Institutionen der liberalen, weltoffenen BRD sichern die Werte der demokratischen Bundesrepublik, die tagtäglich gegen reaktionäre Nationalisten verteidigt werden müssen, um Menschen vor Übergriffen seitens Rassisten zu schützen. Nationalfahnen sind bloß symbolistische Projektionsflächen, hinter denen Rechtsradikale und andere Rassisten sich versammeln, um unsere Institutionen und Menschen verunglimpfend als antideutsch zu attackieren. Nie wieder Faschismus!

Doch darf man AfD/Neonazis die Nationalflagge überlassen? Nein!

Wikipedia mit Quellenverweis +++ Mit dem Aufkommen von Pegida wurde die deutsche Trikolore (teils verkehrt herum), aber auch die Wirmer-Flagge immer häufiger bei Demonstrationen von Rechtspopulisten und Rechtsextremen verwendet.[33] So auch bei den Ausschreitungen in Chemnitz 2018. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm dies zum Anlass, in seiner Rede am 9. November 2018 zu kritisieren:

„Es war insbesondere die Flagge der Republik, auf die es ihre Feinde abgesehen hatten und die sie immer wieder in den Schmutz zogen: Schwarz-Rot-Gold, die Farben der deutschen Freiheitsbewegung seit dem Hambacher Fest von 1832. Das allein ist Grund genug, den 9. November 1918 aus dem geschichtspolitischen Abseits zu holen! Wer heute Menschenrechte und Demokratie verächtlich macht, wer alten nationalistischen Hass wieder anfacht, der hat gewiss kein historisches Recht auf Schwarz-Rot-Gold. Den Verächtern der Freiheit dürfen wir diese Farben niemals überlassen! Sondern lassen Sie uns stolz sein auf die Traditionslinien, für die sie stehen: Schwarz-Rot-Gold, das sind Demokratie und Recht und Freiheit!“[34]

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Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
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