Bester Bürgermeister von Neukölln – Martin Hikel im Bürgeramt zum Plaudern getroffen

Neukölln

Kann man nicht meckern

Die leider mehr als nur mittelmäßige, da tendenziöse Doku "Wem gehört Neukölln" über Clankriminalität und Wohnungsmangel gesehen und an persönliche Begegnung mit dem sympathischen Bürgermeister des berühmt-berüchtigten Berliner Bezirks Neukölln gedacht. Gute Gelegenheit zu erzählen, wie ich im Bürgeramt an der Karl-Marx-Straße Martin Hikel getroffen habe.Text: Robert Niedermeier

Unverhofft spaziert der Bürgermeister von Neukölln mit einer Mitarbeiterin durchs Bürgeramt und sprich Bürgerinnen freundlich mit Handschlag an. Auch mich: “Guten Tag, wie geht’s, läuft alles zu ihrer Zufriedenheit?” Da ich ein Plappermaul bin, erspare ich hier Details meiner ausschweifenden Antwort. Jedenfalls, alles verläuft prima an diesem sonnigen Frühlingstag 2019 im BA. Was ich eigentlich loswerden will, ist: Unser Bürgermeister ist cool. Bin Fan, weil er sachlich, pointiert, klug, empathisch und konsequent zugleich wirkt und handelt. Das mache ich nicht allein am Plausch im Bürgeramt fest, sondern zudem an einer virtuellen Begegnung Monate zuvor auf Facebook mit unserem Bürgermeister Martin Hikel. Dort ging es um ein heftiges Müllproblem vor meinem Wohnhaus. (Fotos folgen) Der Bürgermeister nahm inhaltlich konkret Anteil im Post und erkündigte sich Tage später via PN (Privte Nachricht auf facebook) persönlich bei mir, ob Problem endlich behoben sei… Das nenn ich bürgernah. Das gefällt mir. Like.

Soziale Frage telegen gestellt: Bürgermeister von Neukölln macht Politik

Auch im analogen Fernsehen macht Martin Hikel eine super Figur. Obwohl, oder gerade weil die Doku intelektuell schwächelt, strahlt Hikel im ZDF-Format um so heller in seiner politisch smarten Besonnenheit. Obwohl sonst kein gutes Haar an der “Schwarz-weiß”-Reportage lassend, bemerkt taz freundlich gesonnen: “Hikel muss es später, da ist der Film zur Hälfte rum, sogar extra ausbuchstabieren: „Ich würde die Frage der Clankriminalität [vom Thema Verdrängung] ein Stück weit trennen“, sagt er: „Es ist Konsens, dass die Stadt nicht den Clans gehört. Das ist eine soziale Frage.

Zum Ende des gerechten Verisses der ZDF-Doku konstatiert die linksliberale Tageszeitung: “Dass er (Martin Hikel) sich bemüht, überall präsent zu sein, kauft man ihm ab. „Politik kann ’ne ganze Menge gestalten, definitiv“, sagt er. Es klingt, als ob er weiß, dass man auch das Banale heute deutlich aussprechen muss.

Martin Hikel – pädagogisch wertvoll im positivsten Sinne

Martin Hikel kommt in der ZDF-Doku auch auf die Rolle der Medien zu sprechen als er im Bürgermeisterbüro das Motiv für die Wortwahl “Rache” bunter Printprodukte ebenso lehrerhaft* (*pädagogisch wertvoll im positivsten Sinne ist gemeint) wie entschuldigend erklärt. Ebenso verkürzt und alarmistisch auch die Headline des ZDF, mit der MoMa die Neukölln-Doku publizistisch flankiert. Sehen sie selbst; was der Experte inhaltlich zum Ausdruck bringt, ist gar nicht so plump wie die Schlagzeile

Clans: “Null-Toleranz-Politik zu spät”

es vorab suggeriert…

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Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
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