Selbstjustiz auf Madagaskar: Mob tötet drei mutmaßliche Organhändler

Massaker bei Madagaskar

Trauminsel Nosy Bé: Zorniger Mob verübt Selbstjustiz

Bilder des Grauens: Nosy Bè, Madagaskar: eine aufgebrachte Menschenmenge am 2. Oktober einen Franzosen, eine Person mit italienischem Pass, sowie einen einheimischen Mann gelyncht.

Twitter-Bilder von Touristen

Update: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Nosy Bé und rät Touristen vor Ort, ihre Unterkünfte nicht zu verlassen!

Kindesmissbrauch, Organhandel, Sextourismus: Ausländische Urlauber unter Generalverdacht? Auf der Insel Nosy Bé (Madagaskar) hat eine aufgebrachte Menschenmenge am 2. Oktober einen Franzosen, eine Person mit italienischem Pass, sowie einen einheimischen Mann gelyncht. Die drei getöteten Männer wurden des Organhandels bezichtigt, am Strand gefoltert und auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Acht Häuser gingen im Verlauf der brutalen Geschehnisse in Flammen auf und es kam zu Zusammenstöße mit Polizeikräften. Zuvor wurde von Dorfbewohnern die verstümmelte Leiche eines gewaltsam ums Leben gekommenen achtjährigen Jungen entdeckt. Nosy Be ist unter europäischen Touristen sehr beliebt. Doch nicht allein die Furcht vor illegalem Organhandel erzeugt Wut innerhalb der bitterarmen Bevölkerung, sondern auch der wachsende Sextourismus sowie der Menschenhandel mit zwangsprostituierten Minderjährigen.

 

Reisewarnung: Der Zorn der einheimischen Bevölkerung

Frankreich und Deutschland warnen indes offiziell vor Reisen auf die Insel Nosy Bé. Der Mix aus Misstrauen gegenüber Ausländern, sozialen Verwerfungen, und sexuelle Gewalt gegen einheimische Kinder, könnte eskalieren und schnell in Hass auf Homosexuelle münden. Denn nach wie vor wird Sextourismus und Kindesmissbrauch mit homosexueller “Unzucht” gleichgesetzt. “In Madagaskar gilt Homosexualität unter Erwachsenen zwar als legal, dennoch wird in der Öffentlichkeit Vorsicht angeraten: Sexuelle Handlungen (hetero- und homosexuell) in der Öffentlichkeit sind strafbar (“grob unanständige Handlung” bzw. Erregung öffentlichen Ärgernisses”). Gleichgeschlechtliche Handlungen mit minderjährigen Personen unter 21 Jahren werden jedoch mit einer Freiheitsstrafe von zwei bis fünf Jahren und einer Geldstrafe geahndet, heterosexuelle Handlungen mit Personen über 14 und unter 21 Jahren sind dagegen nur dann mit einer Strafe bedroht, wenn sie von Blutsverwandten in auf- steigender Linie begangen werden. Hinsichtlich des Zusammenwohnens unverheirateter Paare sind keine Erfahrungswerte, jedoch auch keine Probleme bekannt. Die sexuelle Ausbeutung von Kindern, auch wenn sie im Ausland begangen wird, ist strafbar und wird rechtlich in Österreich verfolgt (siehe “Kindesmissbrauch im Zusammenhang mit Tourismus“).”

Tod am Traumstrand: Keine Gefahr für Touristen auf Nosy Be?

Berlin, 4. Oktober 2013 – Die Agentur KPRN betreut Madagaskar und teilt beschwichtigend mit: “Auf der Insel Nosy Be bei Madagaskar hat es am Mittwochabend, den 2. Oktober 2013, Zusammenstöße zwischen den Ordnungskräften und der lokalen Bevölkerung gegeben. Auslöser der Auseinandersetzungen war die Unzufriedenheit mit der Strafverfolgung von mutmaßlichen illegalen Organhändlern aus Frankreich und Madagaskar. Das Fremdenverkehrsamt von Madagaskar betont, dass sich diese Vorfälle in keinem Fall gegen Touristen oder die ansässigen Hotels und das Gastgewerbe richten. Die Empörung der Menschen richtete sich gezielt gegen die mutmaßlichen Organhändler. In keinem Fall seien Touristen, die sich momentan auf Nosy Be aufhalten, betroffen. Zur Stunde hat sich die Lage auf Nosy Be beruhigt. Polizeikräfte von der Hauptinsel sind am Donnerstagvormittag auf Nosy Be eingetroffen, um die lokale Polizei zu unterstützen.” (KPRN Network GmbH)

 

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Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart (Food), Gesellschaft)
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One Response to Selbstjustiz auf Madagaskar: Mob tötet drei mutmaßliche Organhändler

  1. Sunny Peter sagt:

    Hi Robert, Got this translated via Google to read it. The translation was not very good but did make some sense.

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