Mobilitätsgerechtigkeit – wer klaut besser – Fahrraddiebe oder Stadtraum-Räuber?

Bin gegen Autos als Massenverkehrsmittel, wegen Raumverschwendung, aber das sollte nicht durch neue Ungerechtigkeiten ersetzt bzw. ausgetauscht werden. Find deshalb dieses Mini-Garagen-Geschäftsmodel für E-Bikes genauso falsch. Die “Realo-Grünen” in Berlin setzen mir zu viel auf neue Geschäftsmodelle, statt auf Regulierung. Aber was ward überhaupt geschehen?

Im Kiez rund um den #Klausenerplatz in #Berlin#Charlottenburg können Radfahrer jetzt in Mini-Garagen Stellplätze mieten. Das Projekt soll bald innerhalb des ganzen Bezirks ausgeweitet werden

Wer zahlt, darf anderen den Stadtraum klauen, wie bei der blöden Autogerechtigkeit, statt Fahrradbügel für alle, machen wenige ein Geschäftsmodel daraus und versperren Fußgehenden den Weg. Das ist asi. Fahrradbügel draußen für alle, die Vermietenden sollten Fahrradkeller anbieten müssen. Mein Fahrrad steht in der Wohnung. Das stört mich weniger als “geklauter” Stadtraum.

Fahrraddiebstahl verhindern? Hahaha. Wenige Klauen der Allgemeinheit den Stadtraum – ordentlich in Absprache mit Kommunalpolitikerinnen – um Profit mit einer “grünen” Geschäftsidee zu machen. #FaireMobilität #Verkehrsgerechtigkeit #Verkehrswende #Radverkehr

Der PKW hat also anderen Stadtraumklauern Platz gemacht. Toll. Warum nicht einfach Fahrradbügel für alle, durch die Fußgänger durchgehen können? Ich denke, das war wenigen nicht profitabel genug. Darum die “Geschäftsidee”.

Und da stehen dann die selten genutzten Ausflugsräder einer Akademiker-Familie drin, Papa fährt mit Auto nach Potsdam zu Arbeit, Mama nutzt Carsharing, Kinder fahren Scooter. Nee, das ist eine doofe Idee, die wenigen Bequemlichkeit auf Kosten der Allgemeinheit verschafft.

Alte Autogerechtigkeit, neu gedacht: Vom-Regen-in-die-Traufe “Da könnte auf den Wahn der autogerechten Stadt der 60er und 70er Jahre nun die fahrradgerechte Stadt folgen – auf Kosten von Fußgängern, Läufern, Kinderwagenschiebern, Skatern und 270 Bäumen.

Heute auch wegen dieser privaten Mini-Garagen, die Stadtraum rauben, gedacht: Das ist die neue alte Autogerechtigkeit. Es geht darum, dass wenige mit mit Daseinsvorsorge Geld verdienen können, nicht um Verkehrsgerechtigkeit

Übrigens, bin auch gegen Hundehaltung in der Großstadt: Hundehaltende sind wie Autofahrende in der Stadt, leisten sich ein Haustier oder PKW, haben aber gar keinen Platz dafür, sondern belasten die Allgemeinheit mit ihrer emotionalen Nähe zum Auto respektive Hund.

 

About Reiserobby

Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
This entry was posted in Uncategorized and tagged , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.