Radverkehr ist die alte Autogerechtigkeit in neuen Bahnen – faire Mobiliät oder neue Ausgrenzung?

Straße bekommt 'nen Streifen

Privater Autoverkehr ist das Hauptproblem, aber ÖPNV-Ausbau in Qualität und Quantität ist besonders wichtig. Leute fahren teils noch schlechter und rücksichtsloser Rad als Auto! Die will ich gar nicht in Massen unterwegs auf den Straßen erleben.

Nenn eine Straße #Fahrradstraße, schon kommen die Ersten daher und regen sich über #Zebrastreifen auf. Derselbe Ego-Typus hupt auch im Auto sitzend Kinder von der Straße. #Verkehrtwende #FaireMobilität

Die autogerechte Stadt war bereits nicht lustig, sondern ein Fehler, der Fehler wiederholt sich: “Mehr Platz für RadfahrerInnen will der Senat mit zehn Radschnellwegen in Berlin schaffen. Leider schafft man damit nur neue Ungerechtigkeiten.” (taz)

Stimmt, sobald ich Hundescheiße in Himbeermarmelade umbenenne und verkünde, daß das was ganz tolles sei, passiert das selbe….

Face with raised eyebrow

Pouting face

Winking face

Man facepalming

Mein großen Arschlochgeschwister haben mir als Kleinkind mal vorgemacht wie man Vanillepudding mit dem Löffel isst und als ich endlich durfte, haben mir die mir Senf gegeben. Bin traumatisiert. Senf ist super, aber Erwartungen gezielt enttäuschen, ist gemein. Was ich meine, bin schon in der total verrückten Autostadt Essen im Ruhrgebiet Fahrrad gefahren. Die sich abzeichnende Verkehrtwende in Berlin geht komplett an mir vorbei. Die monothematischen Radgerechten hassen #Boomer. Die Geringverdiener etwa werden ausgegrenzt. Ein polnischer Arbeiter, den ich kenne, kommt mit dem Auto jede Woche nach Berlin um zu arbeiten. Sein Dorf hat keinen Gleisanschluss. Er kann nur mit dem Auto über die Grenze nach Berlin fahren. Er wohnt die Woche über am Rand von Berlin in einer Mietwohnung. Das kostet bereits Geld. In einer autofreien Innenstadt Berlin, wird er außerhalb der Arbeitszeit nicht mobil sein dürfen. Weil er sich ein Extraticket für den ÖPNV schwerlich als Geringverdiener leisten kann. Auch Carsharing kostet Geld. Der polnischer Arbeiter wäre in Berlin also mehrfach belastet zu Gunsten  der Bequemlichkeit der Besserverdiener. Klassismus hautnah, aber das nur am Rand. 

Das Hauptproblem ist, dass nicht der Autoverkehr reguliert wird, sondern erneut die Schwächsten im Verkehr mit Regeln drangsaliert werden und regulierenden Repressionen ausgesetzt sind.

#ÖPNV gehört aber natürlich über den Radverkehr. Keiner braucht eine antisoziale #Verkehrtwende, wie von Grünen bereits begonnen. Etwa mit den bescheuerten Minigaragen oder Radschnellwegen nur für fitte Radler. Und Boots- und Schiffsverkehr fehlt komplett in der “grünen” Verkehrspyramide – wie ignorant! 

https://twitter.com/RobbyTipps/status/1391330871693688835

Einfach die Autogerechtigkeit ins Gegenteil verkehren, ist auch nicht fair und den ÖPNV in einer hierarchischen Pyramide hinter Radverkehr zu platzieren, ist schlicht antisozial oder vielleicht auch bloß ignorant. Schiffs- und Bootsverkehr wird auch vergessen in der grünen Verkehrtwende.

Freie Fahrt für freie Bürgerinnen auf dem E-Bike. #Zebrastreifen halten auf einer ordentlichen #Fahrradstraße doch bloß den #Radverkehr auf, oder? #Verkehrswende #Verkehrtwende #Fußverkehr #FaireMobilität #Berlin

Den klischeehaften Tweet habe ich dokumentiert, als Beispiel dafür, wie falsch es ist, die alte ungerechte #Autogerechtigkeit durch neue Ungerechtigkeiten auszutauschen. Kaum nennt man eine Straße #Fahrradstraße, greifen ausgrenzende Mechanismen.

Über Zebrastreifen meckern, ist antisozial, ob die Person das auch in Gänze ist, möchte ich nicht zu beurteilen wagen. Dieselbe Mentalität, die bereits Autobesitzende, Fußgänger anhupen lässt, steckt hinter der blöden Frage, was denn der Zebrastreifen auf eine Fahrradstraße zu suchen habe… Das ist antisozial, das ist weit verbreitet in der Gesellschaft.

https://twitter.com/RobbyTipps/status/1390241595421863937

About Reiserobby

Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
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