Kein Krieg kommt in Frieden: Mit Adolf Hitler gegen Pazifisten?

War is stupid

Boy George sang es, und es stimmt: Argumente gegen Krieg

Darf man Kriege von heute damit verteidigen, dass Hitler damals durch einen Krieg gestoppt worden ist? Nein, denn Hitler hat mit seinem Angriffskrieg Tod und Zerstörung angerichtet. Ein Krieg hat ihn davon nicht abgehalten. Friede bedarf Mut.

Reisejournalist und Blogger Robert Niedermeier in Chiang Mai

Reisejournalist und Blogger Robert Niedermeier in Chiang Mai

Kriege machen Krise, besonders im Tourismus kommen Totschlag, Mord, Vergewaltigung, Zerstörung, Massentötungen, Elend, Flucht und abermals Tod verständlicherweise nicht gut an. Wer sich kategorisch gegen Kriegseinsätze einsetzt, wird trotzdem gerne als Spinner, Träumer oder realitätsferner Utopist verunglimpft. Pazifist zu sein, wird gleichgesetzt mit Feigheit, pazifistisch zu Handeln als ideologisch verbrämte unterlassene Hilfeleitung denunziert. Kriege seien notwendig, um Menschenrechte zu schützen, sagen diese Realisten, dabei wissen sie, dass Kriege den Tod von unschuldigen Menschen verantworten. Natürlich kommen diese Antipazifisten nach Afghanistan, Jugoslawien, Ruanda, Libyen usw. gerne mit Hitlers Verbrechen, Nazi-Deutschland und der braunen Weltherrschaft um die Ecke. Etwa heute Abend: Im unten dokumentierten Thread geht es um Syrien, den Giftgas-Krieg, den beide Konfliktparteien der jeweiligen Gegenseite unterschieben möchten und um den drohenden Kriegseinsatz “westlicher” Streitmächte. Um mich nicht ständig wiederholen zu müssen, habe ich den Thread-Verlauf ab dem “Braune-Uniform-Argument” für künftige Chat-Diskussionen kopiert. Er steht auch ihnen gerne zur Verfügung, wenn jemand, weil sie gegen Kriege sind, schon wieder mit Hitlers Angriffskriegen kommt. Denn: Dieses Argument pro Krieg, es ist kein gutes. Bitte schön. Schalom und Salam, Frieden sei mit Euch.

!”Wenn Churchill Pazifist gewesen wäre, würdest du heute eine braune Uniform tragen.”

Replik: Bester Kommentar, nur drauf gewartet (aber, wenn man sich ein bisschen mit Geschichte auseinander setzt, ist klar, dass der Zweite Weltkrieg sicherlich nicht vom Zaun gebrochen wurde, weil Hitler sich als Pazifist profilierte, NS-Deutschland unternahm Angriffskriege gegen Nachbar-und andere Länder, die, soweit in der Lage, in unmittelbarer Notwehr reagierten. Sogar Amerika wurde angegriffen von Japan, und reagierte in Notwehr. Das ist etwas völlig anderes als das, was seit 2001 verstärkt vonstatten geht und bereits in den 90ern begann: Wirtschaftlich motivierte Kriege des Westens unterm Deckmantel der universellen Menschenrechte ‘Krieg für Mädchenschulen’ (Bomber90/Die Olivgrünen)) Dafür Applaus.

! Ja, aber xxx hat ja recht damit, dass bei Hitler die Appeasement-Politik nicht griff. Allerdings hinkt der Vergleich natürlich, wenn man die Umstände hinzuzieht.”

Replik: Nein, denn die USA haben bis zum Ausbruch des Krieges (mit England) sehr eng wirtschaftlich mit Nazideutschland kooperiert. Die Friedenspolitik ist damals nicht gescheitert, sondern das internationale Establishment, das Hitler nicht einmal als Bedrohung wahrnahm, sondern (perfider weise) als Chance, den damals modernen Kapitalismus ohne Störfeuer aus dem roten Lager weltweit zum Erfolg zu führen.

CULTURE CLUB – THE WAR SONG (12″ VIDEO E.M.) from Eduardo Montenegro on Vimeo.

 

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Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
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