Covid-19-Realität: Jetzt reisen und die Welt retten?

Corona-Maßnahmen

Covid-19-Realitätsabgleich

Bekam heute E-Mail von der PR-Agentur BZ.com, die sich vornehmlich um Kunden aus der Reisebranche kümmert. In der elektronischen Post wird Reklame für die Buchveröffentlichung einer Reiseveranstalterin gemacht. Es geht um Covid-19, und das Leid der Reisebranche und einen Realitätsabgleich.Text: Pressemitteilung, Reiserobby, Zitate/ Fotos: Screenshot Buchcover

Folgend zitiere ich aus der Pressemitteilung, und verlinke brav zum beworbenen Verlag. Im Anschluss des PR-Zitats zitiere ich wiederum eine Online-Meldung aus der Regionalzeitung “Westfälische Nachrichten”. Das eingeschobene Zitat ist als Realitätsabgleich gedacht, zeigt meiner Meinung nach gut auf, wie zynisch es ist, dass Risiko an Corona zu erkranken, mit den Nöten und Sorgen der Tourismus-Industrie aufgrund der vermeintlich berechtigten Kritik an den Anti-Corona-Maßnahmen relativierend abzugleichen.

Tourismus-Industrie & der reelle Covid-19-Tod eines Kirchenmusikers

Quito/Frankfurt, 16. Juni 2021 “Die Reiseveranstalterin, PR-Frau und Journalistin Beate Zwermann hat ihre Tagebucheinträge, Interviews und Aktionen während der Corona-Krise in einem Buch veröffentlicht. Es trägt den Titel „Jetzt reisen und die Welt retten“; der Untertitel lautet: „Wie Deutschland in der Pandemie zur Bananenrepublik wurde, während der Bananen-Exportweltmeister Ecuador in der Krise über sich hinauswächst.“ Auf 144 Seiten vergleicht Zwermann im Zeitverlauf die Pandemiebekämpfung in Deutschland mit der in ihrer zweiten Heimat Ecuador. Sie beschreibt den Überlebenskampf der Reisebranche, die wirtschaftlich am stärksten von der Covid-19-Krise betroffen ist. Zwermann hinterfragt die Medienberichterstattung und das PR-Narrativ der Bundesregierung sowie die Meinungsäußerungen vieler Politiker zum Reisen in Corona-Zeiten und fordert einen Realitätsabgleich. Schließlich gibt sie Einblicke in ihr persönliches Schicksal, ihre Gedanken, die psychische Belastung und die finanziellen Einbußen. Das Buch ist im BoD-Verlag, Norderstedt, erschienen und hat die ISBN-Nr. 978-3-75349-936-9 und im Buchhandel erhältlich.” (BZ.com)

Überlebenskampf der Reisebranche: Realitätsabgleich wird verlangt

“Am Dienstagabend starb der Handorfer Kirchenmusiker Michael Austenfeld an Covid-19. Er wurde 43 Jahre alt (…) Fassungslosigkeit in der Handorfer Kirchengemeinde St. Petronilla: Am Mittwoch wurde bekannt, dass der Kirchenmusiker Michael Austenfeld im Alter von 43 Jahren an einer akuten Covid-19-Erkrankung gestorben ist. „Ich bin zutiefst erschüttert“, sagt Pfarrer Jürgen Streuer, „wir verlieren einen tollen Kollegen und Freund.“ Austenfeld war seit 2017 in St. Petronilla tätig, hatte dort mehrere Chöre geleitet und junge Leute an die Kirchenmusik herangeführt. „Er hat mit der Orgel verkündet“ – so sagte es Pastoralreferent Hans-Dieter Sauer.” (Westfälische Nachrichten)

Reiseveranstalterin lobt Ecuador für Umgang mit Covid-19-Pandemie

“Einen neuen traurigen Coronarekord meldete vorgestern auch Ecuador. Die Zahl der Neuinfektionen er­reichte dort im April einen Höchststand von 43.999 Fällen, wie das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Quito mit­teilte. Wegen der neuen Infektionswelle in dem südamerikanischen Land gilt in 16 von 24 Provinzen der Ausnah­mezustand. Bislang wurden in Ecuador mehr als 372.000 Coronainfektionen und 18.158 Todesfälle regis­triert.” (Ärzteblatt, April 2021)

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Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
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One Response to Covid-19-Realität: Jetzt reisen und die Welt retten?

  1. […] ist Bundestagswahl. Checkt den Wahl-O-Mat und die Progessomaschine. Wagt mehr Familienabschaffung. Rettet die […]

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