Menschenleben retten mit Massenquarantäne

Meinung

Lockdown rettet Menschenleben

Tourismus und Hotellerie verzweifeln am Lockdown, Reisebranche sucht Konzepte gegen Covid-19-Pandemie-Shutdown, Verbände formulieren drastisch ihre Angst vor der wirtschaftlichen Katastrophe, die zwangsweise mit Beherbergungsverboten und Kontakt-Geboten einhergehen. Selbst einen Lockdown light fürchtet Dehoga und Kollegen. Was tun?

Die zweite Welle der Corona-Pandemie versetzt Deutschland im Herbst 2020 in Angst. Mittlerweile kennen viele Bürger*innen in ihrem Bekanntenkreis persönlich Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind. Dem muss Einhalt geboten, eine weitere Verbreitung des Coronavirus eingedämmt werden, um eine gesundheitliche Katastrophe zu verhindern. Ein Shutdown als “Wellenbrecher” ist unvermeidlich. Aber die Wirtschaft leidet, lamentieren die Wirtschaftsvertreterinnen allenthalben, die wirtschaftliche Katastrophe sei schließlich auch eine Katastrophe, jammern Industrie- und Gewerbeverbände.

Todesstoß Lockdown? Corona-Tote können nicht wiederbelebt werden

“Die Zahlen des Robert Koch-Instituts zeigten, dass Hotellerie und Gastronomie kein relevantes Infektionsgeschehen aufwiesen. “Das Gastgewerbe ist kein Pandemietreiber”, sagt Zöllick. “Sollte unsere Branche aus pandemiebedingten Gründen quasi mit einem Berufsverbot belegt werden und damit eine Sonderlast in der Corona-Pandemie tragen, müssen die politisch Verantwortlichen schnell und vollumfänglich für den Schaden aufkommen.” Es gehe um das Überleben der Branche. Einem Drittel der 245.000 Betriebe drohe bei einer erneuten Schließung das Aus.”  (Tagesschau)

Die Wirtschaft wird Pandemie überstehen, doch Menschen sterben

Ein Lockdown oder auch Shutdown genannt, also die Massenquarantäne schützt Menschenleben, weil Infektionsketten mit Kontaktbeschränkungen unterbrochen und die Neuinfektionszahlen massiv gesenkt werden können. Doch wird der “Lockdown light” bereits von privatwirtschaftlich geführten Medienunternehmen auf allen Kanälen als Drohgebärde gegen die Bevölkerung aufgebauscht. Den Wirtschaftsverbänden gefällt das; sie wollen keine Massenquarantäne, sondern möglichst ungestört mit Massen an Kunden, Gästen und Konsumenten Profit machen, letztendlich ihre Unternehmen retten und im Endeffekt nunmal auch Arbeitsplätze erhalten. Ein Dilemma? Nein. Niemand wird verhungern müssen, weil ein Lockdown notwendig ist. Der Sozialstaat funktioniert und schützt Menschen vor Verelendung, auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Gesundheit geht vor. Die Wirtschaft wird die Pandemie überleben, Todesopfer der Pandemie können nicht wiederbelebt werden. Wenn Menschen sterben ist es tatsächlich für immer vorbei mit Einkaufen, Essen gehen und Urlaub machen. Der drohende Verlust von tausenden Menschenleben ist eine reelle Katastrophe, die alle, denen der gesellschaftliche Friede etwas bedeutet, mit allen möglichen Mitteln zu vermeiden helfen müssen. Tourismus, Gastronomie und Spaßevents sind vermeidbar und nicht notwendig. Verzicht rettet Leben, Verzicht hilft: Lasst uns Menschenleben retten.

Tragt Maske, haltet die AHA-Regeln ein, bleibt zu Hause!

About Reiserobby

Robert Niedermeier, Journalist (Reise, Lebensart, Gesellschaft)
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